Die Brandgefahr mit allen Sinnen erleben

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Die Auswirkungen eines Fettbrandes wurden auf dem Rewe-Parkplatz demonstriert. ▪

KIERSPE ▪ Als die Flamme Meter hoch in die Luft schoss, sich die Luft erwärmte und es auf dem ganzen Parkplatz auf einmal nach verbranntem Fett stank, wurde manchem Besucher der Feuerwehr-Aktion beim Rauchmeldertag klar, welche Gefahren in der Küche von gerade einmal 50 Milliliter Fett ausgehen, wenn es überhitzt.

Der simulierte Löschversuch mit einem kleinen Glas Wasser löste die Explosion aus, die ein ganzes Haus – auf jeden Fall aber die Küche – in Flammen gesetzt hätte.

Brigitte Kuhbier aus Herscheid hatte ihre Brandsimulationsanlage auf Einladung der Kiersper Feuerwehr auf dem Parkplatz des Rewe aufgebaut, um auf die Gefahren durch Feuer aufmerksam zu machen – aber auch, um den Besuchern der Aktion den richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher näher zu bringen.

Eigentliches Thema des Tages waren aber die Rauchmelder. Bereits seit Jahren informiert die Kiersper Wehr immer an einem Freitag im Jahr über die elektronischen Lebensretter.

„Die Besucher sind nach den zahlreichen Aktionen mittlerweile sehr gut informiert. Und so sind es meist sehr spezielle Fragen, die uns gestellt werden. Außerdem nutzen viele Besucher das Angebot, sich die richtige Position der Rauchmelder auf einer Skizze ihrer Wohnung einzeichnen zu lassen“, erklärte Georg Würth.

Gefragt waren auch die sogenannten Kinderfinder. Dabei handelt es sich um – bei Dunkelheit – leuchtende Aufkleber, die den Wehrleuten in einer verrauchten oder unbeleuchteten Wohnung den Weg zum Kinderzimmer weisen sollen.

Interesse fand auch die Meldeanlage, die neben Rauch auch Gas, Wasser oder Einbrüche melden kann. Schornsteinfegermeister Mike Budde: „Mittlerweile sind diese Anlagen nicht mehr so teuer. Dadurch werden sie nicht nur für gewerbliche sondern auch private Anwender interessant.“

Zu der Veranstaltung vor dem Rewe waren auch 20 Leser der Meinerzhagener Zeitung gekommen, die sich an dem Gewinnspiel beteiligt hatten, das die MZ gemeinsam mit der Feuerwehr Kierspe und der Firma Merten ausgerichtet hatte. Als Preis gab es dann gestern für jeden Gewinner fünf Rauchmelder der Firma aus Wiehl.

Zwischenzeitlich wurde die Feuerwehrmannschaft am Informationsstand personell stark geschwächt, weil ein Unfall auf der B 54 (siehe Kasten oben) das Erscheinen zahlreicher Wehrleute notwendig machte. ▪ Johannes Becker

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