Artenreichtum dank Blumenwiesen

Ein Festmahl für Insekten

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Die Obstbäume auf der Wiese müssen mit Wasser versorgt werden.

Kierspe – Es ist ein Festmahl für Insekten, was sich auf einem Brachgrundstück am Fontaneweg auftut.

Hier wimmelt es nur so von Wildbienen, Schwebfliegen, Käfern und Schmetterlingen. Dass der Tisch für die Insekten so reich gedeckt ist, dafür zeigen sich die BUND-Ortsgruppe mit Gudrun Barth, die Mitarbeiter der Heesfelder Mühle und interessierte Mitbürger verantwortlich. 

Im April 2019 begannen sie, das Grundstück zu bearbeiten. Jetzt findet der Betrachter dort sehr unterschiedliche Bereiche für Tiere und einheimische Pflanzen. Im Vordergrund gibt es in diesem Jahr ein buntes Feld mit einjährigen Kornblumen, Mohn sowie gelbem Bocksbart und blauer Wegwarte. Auf einem Blühstreifen vom Vorjahr wiegen sich die weißen Blütendolden der wilden Möhre im Wind, zusammen mit weiteren mehrjährigen einheimischen Wildstauden wie die Moschusmalven und Wiesenflockenblumen. Auf einem eigens errichteten Hügel aus Holz, Steinen und mit Sand gemischter Erde blüht der darauf ausgesäte Senf üppig und wird besucht von unzähligen Insekten. Fünf hochstämmige Obstbäume haben Gabi und Fabian Brunsmeier von der Heesfelder Mühle gepflanzt.

Landwirt stellt Wassertank zur Verfügung

Bei der derzeitigen Hitze heißt es für die BUND-Gruppe, regelmäßig zum Gießen zu kommen. „Wir sind froh, dass Landwirt Wolfgang Käse uns einen Tank mit Wasser auf das Gelände gefahren hat“, so Gudrun Barth. „Das war wichtig zum Angießen der Saat und der jungen Bäume und Sträucher. Dem Thaler Bach an der Grundstücksgrenze entnehmen wir grundsätzlich kein Wasser, außerdem fällt er im Sommer regelmäßig trocken."

QR-Code soll Infos geben

Das Grundstück hält für Naturfreunde spannende Entdeckungen bereit. An feuchten Stellen duftet das Mädesüß, Bläulinge sitzen auf Distelblüten, eine Blindschleiche schlängelt sich ins Holzversteck, das Konzert der Heuschrecken erklingt zwischen den Gräsern. Hier wird nicht gedüngt und die mittlere Wiese wird nur einmal im Jahr gemäht. „Wir arbeiten daran, ein Schild mit einem QR-Code aufzustellen. Darüber können Interessierte demnächst Hintergrundwissen zu diesem Naturgrundstück und Anregungen für einen naturnahen Garten erhalten.“ Um die vielfältigen Möglichkeiten dieser Fläche weiter zu entwickeln, ist es wichtig, dass die Anlieger und Spaziergänger mitspielen. Die brachliegenden Bereiche gehören zu einer privaten Grünfläche und es ist selbstverständlich, dass sie weder durch diverse Gartenabfälle noch durch Hundekot belastet werden dürfen. Solche freien Flächen sind wertvolle Bereiche, die dem Artensterben entgegenwirken sollen.

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