Blitzeis überrascht Bürger

+
Das städtische Bauhofteam ist gerüstet für den Wintereinbruch und war gestern Morgen schon erstmals im Einsatz.

KIERSPE - Vom Blitzeis Mittwochmorgen wurden viele Bürger überrascht. Wer früh los musste, stieß auf glatte Gehwege und Straßen. Auch der städtische Winterdienst musste das erste Mal ausrücken.

Von Rolf Haase

Bauhofeinsatzleiter Bernd Crone überzeugte sich schon um 4.15 Uhr von der Situation im Stadtgebiet, die jedoch zu dem Zeitpunkt noch weitgehend entspannt war. Ist doch der Wintereinbruch für die nächsten Tage prognostiziert. „Es war zwar knapp unter null Grad, aber trocken. Gegen 5 Uhr setzte dann Nieselregen ein, der auf dem Boden sofort gefror.“ Ab 5.30 Uhr schickte Crone ein Streufahrzeug nach dem anderen los.

Heute und morgen werden die Einsatzpläne für die nächsten Tage erstellt. „Wir erwarten Sturm, der für unsere Region jedoch nur bis maximal 100 Stundenkilometern vorhergesagt ist, und ebenfalls Schnee“, macht Crone aufmerksam. An den Fahrzeugen des Bauhofes sind die Streugeräte bereits montiert, so dass das Team gerüstet ist.

Bernd Crone koordiniert den Winterdienst in Kierspe zusammen mit seiner Kollegin Birgit Eschrich und Bauhofleiter Wolfgang Schäffler. Im Streuzmittellager türmen sich Salz und Splitt bis unters Dach und auch der Soletank für das Aufbringen von Feuchtsalz FS 30 ist gefüllt. Alle Streugeräte und Pflüge sind überholt, letztere werden immer kurz bevor der Schneefall einsetzt, montiert. „Sonst beanspruchen die Fahrzeuge zu viel Platz“, erklärt Crone.

Seit einiger Zeit schon fahren im Auftrag der Stadt sechs Fremdunternehmer mit Pflügen und Streugeräten. „Dabei zeigen diese sich sehr flexibel und sind immer einsatzbereit“, lobt Crone die Firmen. Darüber hinaus unterhält die Kommune jedoch ebenfalls eine eigene Flotte von Winterdienstfahrzeugen wie einen Unimog, Traktor und Multicar, jeweils mit Pflug und Streugerät, sowie noch drei Kleintraktoren für die Gehwege und ein Fahrzeug, mit dem der Fußtrupp unterwegs ist, um Bushaltestellen und Treppenanlagen freizuhalten. Gestreut wird abhängig von den Witterungsbedingungen und Straßenverhältnissen Salz, Feuchtsalz oder Splitt, sagt Crone. Dabei würden selbstverständlich nur die Mengen aufgebracht, die unbedingt sein müssten. Wieviel das ist, sagt den Mitarbeitern die über viele Jahre gesammelte Erfahrung.

Überrascht werden kann das Team vom Wintereinbruch nicht, denn die Bauhofführung hält sich ständig über die Wetterentwicklung auf dem Laufenden. So wird die Stadt online mit aktuellen Daten versorgt. Anhand des Wetterradars lässt sich beispielsweise das Eintreffen einer Schlechtwetterfront mehr oder weniger minutengenau prognostieren. Über die aktuelle Lage gibt darüber hinaus die eigene Wetterstation Aufschluss, mit der Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Stärke und Richtung des Windes ermittelt werden. Sehr viel hilft den Mitarbeitern, wie Bernd Crone anmerkt, aber auch die persönliche Einschätzung aufgrund der meist zahlreichen Dienstjahre.

Der Einsatzleiter bittet die Bürger schon einmal, wenn der Winter kommt, etwas Geduld zu zeigen, weil die Straßen in einer bestimmten Reihenfolge geräumt werden: Erst kommen die Schulbusstrecken und das Industriegebiet an die Reihe, danach die Wohnsammelstraßen und zum Schluss erst die reinen Anliegerstraßen. Dringend ebenfalls der Appell, die Straßen möglichst freizuhalten von parkenden Autos, so dass die Winterdienstfahrzeuge durchkommen.

Beim Schneeschippen, betont Crone, dürfe natürlich auch nicht einfach alles auf die Straße geworfen werden. Obwohl die Fahrer immer bemüht seien Grundstückszuwegungen nicht zuzuschieben, ließe sich das an beidseitig eng bebauten Straßen oft leider nicht immer vermeiden. Hier die Bitte des Stadtmitarbeiters um Verständnis.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare