Blick im Louvre auf die „Mona Lisa“ von da Vinci

Deutsche und französische Schüler unterhalb des Eiffelturms in Paris, dem selbstverständlich auch ein Besuch galt.

KIERSPE ▪ Keine Rede vom Unterricht, obwohl die Acht- und Neuntklässler der Gesamtschule auch daran teilgenommen haben. Viel intensiver aber waren anscheinend die Eindrücke der Jugendlichen, die sie im Zusammensein mit ihren Gastfamilien und besonders bei den Fahrten in die Seine-Metropole Paris sammelten. Der Frankreichaustausch besteht immer aus einem Besuch und einem Gegenbesuch. Im vergangenen Oktober waren die jungen Franzosen in Kierspe. Jetzt reisten 27 Gesamtschüler nach Montigny-le-Bretonneux.

„Manchmal habe ich mit den Austauschpartnern auf Deutsch gesprochen, manchmal mit Händen und Füßen und auch in Englisch“, schildert Franziska Schäfer, wie die Verständigung klappte. „Meine konnte gar kein Englisch“, ergänzt Katalin Kleinhofer und berichtet dann, was sie nachmittags und abends über das von der Schule organisierte Programm hinaus unternommen hat: So sei sie oft nach Mc Donald’s und habe sich mit den anderen getroffen.

Am besten gefallen hat Johanna Kroczek der Besuch im Parc Asterix, was ein großer Freizeitpark bei Paris ist, in dem sich alles um den kleinen, listigen Gallier, seinen Kumpel Obelix, die Römer und die anderen Figuren aus den Comics von Rene Goscinny und Albert Uderzo dreht. Überall sind sie lebensgroß in Plastik zu sehen. Daneben locken die unterschiedlichsten Fahrattraktionen wie die Holzachterbahn „Donner vom Zeus“

Orientierungslauf

durch Montigny

Montigny selbst fanden die Jugendlichen weniger spannend, wenn es mit rund 36 000 Einwohnern auch doppelt so groß wie Kierspe ist. Den besonderen Reiz machte einfach Paris aus: „Mit dem Eiffelturm und dem Louvre“, erklärte Christopher Grolla. Beides waren an zwei Tagen Ziele: Im Museum bestaunten die Mädchen und Jungen die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci und die „Hochzeit zu Khana“, ein Meisterwerk direkt gegenüber von Paolo Caliari. Eine Schiffsfahrt auf der Seine gab es und einen Spaziergang zum Centre Pompidou mit seinen wechselnden Ausstellungen und durch den Jardin des Tuileries, eine wunderschöne große Parkanlage.

Ins Schwärmen gerät Christopher über die französische Küche: „Das Essen war wirklich gut, auch in den Gastfamilien.“ Zum Nachtisch habe es immer Käse gegeben. Dass die Franzosen gut kochen, bestätigt Leo Becker und lobt zudem ihre Gastfreundschaft. Spaß machte ihm, dass es abends immer raus ging, um gemeinsam Fußball zu spielen und Fußball am Fernsehen ebenfalls ständig ein Thema war. Das passte bei seiner Begeisterung für diese Sportart. Sprachliche Probleme habe er nicht festgestellt, mit Französisch habe es prima geklappt. Was gut war, da sein französischer Austauschpartner nur wenig Deutsch konnte.

Das Essen in den Familien ist offensichtlich jedoch ziemlich unterschiedlich, je nach kultureller Herkunft: So gab es in der Gastfamilie von Olga Werner viel Reis und indisches Essen und Anne Haase beklagte sich, dass morgens jedesmal Schokoladencreme auf den Tisch gekommen sei. Ansonsten erinnert sie sich als Highlights noch gerne ans Shoppen in Paris und den Parc Asterix.

Damian Jäger war zwar nicht mit in Frankreich, aber er denkt noch gern an den Besuch der Franzosen zurück, als er mit ihnen jeden Tag unterwegs war und Sport gemacht hat.

An einem weiteren Tag ging es noch nach Versailles, wo die Gruppe das Schloss des Sonnenkönigs Ludwig XIV. besichtigte. Außerdem kam es im Hotel de Ville von Montigny zu einem Empfang durch einen Vertreter des Bürgermeisters, der den deutschen Schülern kleine Geschenke wie Kulis und Sticks für den Computer überreichte. Auch am Unterricht am Collège Les Prés nahm die GSK-Gruppe teil, aß in der Mensa und absolvierte einen Orientierungslauf durch Kierspes Partnerstadt.

Betreut wurden die Acht- und Neuntklässler an den acht Tagen von den Lehrerinnen Heike Pamer und Sigrun Wolf. ▪ rh

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