Blaulicht-AG

Junge Blaulichtexperten werden an Uni Siegen zu Nachwuchsforschern

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Kann man Luft wiegen. Oder besser gefragt: Ändert sich das Gleichgewicht der Waage, wenn einer der Ballons aufgeblasen wird?

Kierspe - Einen besonderen Ausflug unternahmen am Dienstag Mitglieder der Blaulicht-AG von Pestalozzi- und Schanhollenschule: Sie durften im Science-Forum der Universität Siegen auf Entdeckungsreise gehen.

In dem kleinen Hörsaal des Science-Forums ist es ganz dunkel. Das ändert sich, als Dr. Udo Führ zwei Chemikalien zusammenschüttet und diese in einem Glasgefäß zu leuchten beginnen. Zum Erstaunen der Kinder wird der Raum in schummeriges grün-blaues Licht getaucht. „Cool“, ist der erstaunte und erfreute Ausruf eines Kindes. Und genau darum geht es den Uni-Mitarbeitern: die Kinder zum Staunen zu bringen und sie für die Wissenschaft zu begeistern. 

Angebot für Kiersper Grundschulen sind eine Besonderheit

Am Dienstagvormittag durften die Mitglieder der Blaulicht-AG von Pestalozzi- und Schanhollenschule staunen. Pünktlich um kurz vor 9 Uhr traf der Bus an dem weitläufigen Gelände des Universität Siegen ein. Den Weg über den Campus in das richtige Gebäude führte Schulleiter Thomas Block, der sich dort noch aus seiner Studienzeit gut auskannte. Seit Jahren bietet die Uni Schülern die Möglichkeit, naturwissenschaftliche Experimente nicht nur zu sehen, sondern diese selbst durchzuführen – unter Anleitung von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Lehramtsstudenten. Da das Interesse aber mittlerweile so groß ist, kommen fast nur noch Schüler der weiterführenden Schulen zum Zuge. 

Blaulicht-AG zu Gast an der Uni Siegen

Für die Blaulicht-AG des Schulverbundes der Pestalozzischule machte die Uni nicht nur eine Ausnahme, sie war es sogar, die die 26 Schüler eingeladen hatte. Ursache dieser Initiative ist, dass die Siegener Hochschule das Projekt „Feuerwehrensache“ begleitet und daher gute Kontakte zum Wehrleiter Georg Würth bestehen. Dieser leitet nicht nur die AG an den beiden Schulstandorten, sondern begleitete die Kinder gestern gemeinsam mit Block, der Lehrerin Ann-Kristin Theis und der Referendarin Sarah Grocholl.

"Kinder sollen auch Naturwissenschaft kennenlernen"

„Uns ist ganz wichtig, dass die Kinder nicht nur Feuerwehr-Themen kennenlernen, sondern auch die Naturwissenschaft, die hinter der Arbeit der Wehrleute steckt“, erklärt Würth. Und dazu gab es am Dienstag reichlich Gelegenheit. Denn nach dem Versuch im Hörsaal und einer kurzen Begrüßung ging es gemeinsam mit Lehramtsstudenten in das Labor nebenan, in dem sich an diesem Vormittag „alles um Luft drehte“. Die kleinen Forscher – ausgerüstet mit weißen Kitteln und Schutzbrille – durften dann auch gleich „Luft wiegen“, die Wirkung des Vakuums erkunden und die Kraft der entweichenden Luft aus einem Ballon bestaunen. Höhepunkt für die jungen Wissenschaftler waren natürlich die Versuche, die mit Feuer und dem Löschen des selben zu tun hatten. Während den Kindern vollkommen klar war, warum eine Kerze erlischt, wenn man ihr den Sauerstoff entzieht, waren sie doch überrascht, dass Metallspäne brennen können, wenn sie mit Luft und Feuer in Berührung kommen – als dann auch noch ein Metallschwamm in Flammen aufging, war die Überraschung komplett.

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