Lieder der Schwarzen aus den Südstaaten

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Der Bläserchor der Freien evangelischen Gemeinde probt schon seit den Sommerferien für die musikalische Vesper am Ewigkeitssonntag. ▪

KIERSPE ▪ Als Chorleiter Frank Bisterfeld am Freitagabend mit Cantamus übte, begann er mit Stimmübungen, die die Sänger nicht nur muskulär lockerten, sondern gleich zu Beginn auch für Spaß und Gelächter sorgten. Erst danach wandten sie sich den Liedtexten zu.

Beide Gruppen probten an diesem Tag zwar wie immer im selben Haus, jedoch zeitlich nacheinander: Der Bläserchor der Freien evangelischen Gemeinde, der um 18.30 Uhr den Auftakt machte, und der Chor Cantamus, der immer um 20 Uhr zusammenkommt, haben trotzdem momentan das gleiche Auftrittsziel, den beide bestreiten am Ewigkeitssonntag, 25. November, erstmals gemeinsam eine musikalische Vesper im Gemeindehaus Am Nocken.

Diese findet in der Tradition der bekannten Bläservespern statt, von denen bislang zehn veranstaltet worden sind. Dabei konnten sich die Mitglieder des Ensembles zuletztdurchschnittlich immer über 200 Besucher freuen. Bis auf einmal, als auf den Volkstrauertag ausgewichen wurde, fanden alle am Totensonntag statt.

Auch am Freitagabend wurde wieder intensiv geübt, denn bis zu dem Termin muss das Repertoire natürlich perfekt sitzen. Neben den beiden Gruppen werden außerdem die Kölner Organistin Kornelia Kupski und der im heimischen Raum beklannte Schlagzeuger Daniel Triches dabei sein. Die Moderation liegt bei Ursula Schröder. Sie wird Erläuterungen zum Musikprogramm geben, aber auch besinnliche Gedanken einstreuen, die dem Charakter dieses stillen Tages eine Woche vor dem Beginn der Adventszeit entsprechen. Der Eintritt ist wie immer frei.

Der Bläserchor mit seinen 17 Musikern unter der Leitung von Rainer Fruttig bereitet sich bereits seit den Sommerferien auf das Ereignis vor. Präsentiert wird diesmal ein vielseitiges Programm, das von Chorwerken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die die 50 bis 60 Sänger von Cantamus beisteuern, über Musik des 20. Jahrhunderts, einem Orgelstück sowie einem Bläserstück bis zu Spirituals und Liedern der Schwarzen aus den amerikanischen Südstaaten reicht. Letztere wurden zeitgenössisch für Blechbläser arrangiert, unter anderem von Chormitglied Klaus Seuthe. Von ihm stammen so die Arrangements des Spirituals „Deep River“ und des Harry-Belafonte-Songs „In my Fathers House“.

Rolf Haase

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