Was mit Luther beginnt, endet mit einem Zirkus

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Clowns, Artisten und wilde Tiere traten im Rahmen der Projektvorstellung im „Zirkus Bismarcko“ auf.

Kierspe - „Mal gucken, was Tom gebaut hat.“ Tom war Mitglied der Kreativ-Werkstatt, beim Schulfest der Bismarckschule zeigte er seiner Familie voller Stolz die Ergebnisse seiner Gruppe. Aus einfachen Materialien hatten die Kinder während der Projektwoche aus Holz und Plastikfolie Schiffe gebaut, Briefbeschwerer gestaltet und aus Stoffresten witzige Figuren genäht und gebastelt.

Eine Woche lang war in der Bismarckschule Lernen „mal anders“ angesagt, hatten die Kinder „Müllroboter“ gebaut, alte Kleidung „upcycelt“, Akrobatik und Zauberkunststücke gelernt.

Mit dem „Luther-Musical“ eröffnete die Schulgemeinschaft die Projektvorstellung, eine Zirkusaufführung beendete sie. Im Musical erzählte Martin Luther (Paul Thiesbrummel) seinen Kindern, wie es zur Reformation kam. Während die Familie bei Biersuppe am Essenstisch saß, stellten andere Kinder gleich daneben szenisch die einzelnen Lebensstationen des Reformators nach, der Chor sang dazu die passenden Lieder. Die Pausenhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, viel Beifall war der Lohn der Schauspieler und Sänger.

Projektvorstellung der Bismarckschule

In der Zwischenzeit hatten die Eltern in der Cafeteria ein Kuchenbüfett und auf dem Schulhof einen Essensstand aufgebaut. Dort konnten sich die Familien mit Suppe aus der Suppentheke verköstigen – auch das war ein Projekt. Während die Lehrer für den pädagogischen Teil der Projektwoche verantwortlich waren, hatte der Förderkreis unter Federführung von Katrin Berger die Verpflegung beim Schulfest organisiert. Auch während der Projektwoche waren viele Eltern aktiv. „Das Engagement war enorm“, zeigte sich Schulleiterin Stefanie Fischer dankbar. „Ohne die Unterstützung der Eltern hätten manche Projekte gar nicht stattfinden können.“

Denn bei Aktivitäten außerhalb der Schule war zusätzliches Begleitpersonal nötig, etwa bei „Bewegung Kunterbunt“. Dabei lernten die Kinder neue Sportarten kennen, sprangen in der Gesamtschul-Turnhalle auf dem Trampolin und ergründeten die Anfänge von Taekwondo, Prellball und Tennis. Unterrichtet wurden sie dabei von Fachleuten in ihrer jeweiligen Disziplin. Zu den externen Helfern gehörte auch Fotografin Rieke Penninger, unter deren Anleitung die Kinder echte Kunstwerke schufen.

Der frühere Leiter der Bismarckschule Ekkehard Haas bearbeitete als eingefleischter Schalke-Fan mit seiner Gruppe das Thema Fußball – natürlich unter blau-weißen Vorzeichen.

Höhepunkt war ein Besuch bei den Kerspe-Knappen. Diese beschlossen spontan, zwei Freikarten für das Fußballcamp in den Sommerferien unter den Projektteilnehmern zu verlosen. Ein großzügiges Geschenk, meinten übereinstimmend Haas und seine Nachfolgerin Stefanie Fischer.

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