Bilder, Bonsai und Barock: VHS stellt Programm vor

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Das VHS-Team stellt das neue Programm vor (von links): Dr. Aysegül Altun (Pädagogische Mitarbeiterin), Albert Schmit (Zweigstellenleiter Meinerzhagen), Marion Görnig (VHS-Direktorin), Erika Held (Zweigstellenleiterin Halver), Kathleen Müller (stellvertretende VHS-Leiterin), Cornelia Zielinski (Zweigstellenleiterin Schalksmühle) und Hans-Jürgen Malycha (Zweigstellenleiter Kierspe).

Kierspe - Die Welt ist im rasanten Wandel – im beruflichen und privaten Bereich. Dadurch stehen Einrichtungen wie die Volkshochschule Volmetal vor neuen Herausforderungen. Mittwochnachmittag stellte das Team um Leiterin Marion Görnig das Programm für das erste Halbjahr 2015 vor.

Zweckverband von fünf Kommunen

Die Volkshochschule Volmetal ist als Zweckverband der Städte Halver, Kierspe und Meinerzhagen sowie der Gemeinden Herscheid und Schalksmühle die kommunale Weiterbildungseinrichtung für circa 72 000 Bürger in diesen Kommunen.

Sie erfüllt einen öffentlichen Bildungsauftrag auf der Grundlage des Weiterbildungsgesetzes NRW und bietet nach eigenen Aussagen „ein breit gefächertes und differenziertes Angebot allgemeiner, gesellschaftlicher, sozialer, sprachlicher und beruflicher Weiterbildung“ an.

Die VHS Volmetal arbeitet unter anderem mit Familienzentren, Heimat- und Geschichtsvereinen, Eine-Welt-Initiativen, Bibliotheken, Museen, Verwaltungen in Halver, Kierspe, Meinerzhagen, Herscheid und Schalksmühle zusammen.

Vom Bonsai züchten, der gesunden Wildpflanzen-Küche oder auf den Spuren des flämischen Barocks in Brüssel – das Angebot ist breit gefächert. Auf mehr als 170 Seiten werden im neuen Programm Kurse vorgestellt. Ab Montag ist das Heft an den Auslagenstellen erhältlich. „Wir haben uns bewusst entschieden, vor den Ferien das Programm zu veröffentlichen. So haben die Menschen die Gelegenheit, sich in der freien Zeit ausführlich zu informieren“, erklärt Görnig die Entscheidung, das gedruckte Werk noch im laufenden Jahr vorzustellen. Außerdem könnten so einige noch die Kursteilnahme zu Weihnachten verschenken, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Wobei diese Idee im Bezug auf das Programm gar nicht so abwegig ist – neben den klassischen VHS-Veranstaltungen bietet das Team ein buntes Programm mit Zumba Fitness und vielem mehr an.

VHS reagiert flexibel auf Nachfrage

„Je mehr Menschen arbeiten, desto mehr werden die Freizeitangebote nachgefragt“, sagt die stellvertretende VHS-Leiterin Kathleen Müller. Die Menschen suchten nach einem Ausgleich in der Freizeit zum stressigen Alltag. Neben den klassischen Englisch- und Spanischkursen gewinnen auch außergewöhnlichere Sprachangebote an Bedeutung: Von Dänisch, Schwedisch bis hin zu Isländisch wird beispielsweise angeboten.

Rund 90 Fremdsprachenkurse

Insgesamt werden rund 90 Fremdsprachenkurse angeboten. „Wir erkennen schnell, was die Teilnehmer wollen, daher entscheiden wir relativ flexibel von Halbjahr zu Halbjahr“, erklärt Marion Görnig. Dies sei ein Grund, warum sich der demografische Wandel bei den Teilnehmerzahlen bisher nicht so deutlich niederschlage. Während es im Gebiet des Zweckverbandes bis vor einigen Jahren noch an die 80 000 Einwohner gab, sind es heute rund zehn Prozent weniger.

Die Anzahl der Teilnehmer liegt aber weiterhin bei jährlich zwischen 7500 bis 8000. Im vergangenen Jahr bot die VHS 11 000 Unterrichtsstunden an, 500 durchgeführte Kurse gab es. Zahlen, die in diesem Jahr auch wieder erreicht werden sollen.

Ein Trend sei allerdings zu erkennen: Computerkurse für Senioren werden zum Beispiel nicht mehr in dem hohen Maße gefragt. „Vor zehn Jahren erreichten wir die Mindestteilnehmerzahl von zehn Personen schnell – heute ist das ein größeres Problem.“ Daher müssten neue Wege gegangen werden und die Mindestzahl herabgesetzt werden. Dadurch entstände zwar ein etwas höherer Betrag, aber die einzelnen Teilnehmer können davon profitieren, da die Dozenten mehr Zeit für Fragen hätten. Das Spektrum reicht von Selbstverteidigung, über die Kunst der Präsentation, dem Handwerk der Finanzbuchhaltung bis hin zum Besuch der WDR-Studios in Köln. Außerdem können durch Yoga, Qi Gong und Meditation Kräfte aufgetankt werden, um den Herausforderungen der schnelleren Welt standzuhalten. - von Matthias Clever

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