Bigband-Sound in der Kirche begeistert das Publikum

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Im Duett begeisterten Nico Koslowski und Rainer Kubiczek das Publikum mit „Me and my Shadow“.

Kierspe - Die Musiker swingten und das Publikum ließ sich vom mitreißenden Rhythmus anstecken: Zum Auftakt der Benefizkonzertreihe in der Margarethenkirche, deren Erlös für die Renovierung des Kirchturms verwendet wird, erklang am Freitagabend 90 Minuten lang Bigband-Sound im Gotteshaus – ein tolles Erlebnis.

Ob beim Vatertagsfrühschoppen auf dem Raukplatz oder im PZ der Gesamtschule – die Auftritte der Bigband Swingsound sowie der Jugendbigband High Vol(u)me sind eindrucksvoll. Allerdings: Diese beiden Gruppen in einer Kirche spielen zu hören, war schon etwas ganz Besonderes – nicht zuletzt dank des hervorragenden Akustik des Gotteshauses.

Dabei war der eine oder andere Besucher vor Konzertbeginn hinsichtlich der möglichen Lautstärke des Bigband-Sounds ein wenig skeptisch. Die Bedenken hielten jedoch nur kurz an. Denn nicht lautstark sondern gefühlvoll begannen die Musiker, ihr Repertoire zu spielen. „The Preacher“ („Der Prediger“) war ihr erstes instrumentales Stück. In vielen kleinen Soli, die gut ankamen und für großen Applaus sorgten, zeigten die Musiker ihr Können.

Vier Posaunen, fünf Trompeten, vier Saxophone, eine Klarinette, drei Gitarren, ein Schlagzeug, ein Piano und drei Sänger so zu leiten, dass wunderbare Musik entsteht – das war die Aufgabe von Dirk Pawelka am Dirigentenstab. Mit Michaela Neunz, Nico Koslowski und Rainer Kubiczek war in der Kirche große sängerische Vielfalt geboten. „Me and my Shadow“, von Nico Koslowski und Rainer Kubiczek im Duett dargeboten, ließ die Luft in der Kirche vor Spannung vibrieren. Und mit „Thank you for the music“ gab Michaela Neunz das zum Ausdruck, was die Besucher am Ende des Konzertes empfanden.

Weitere Benefizkonzerte im Mai und im August

High Vol(u)me, die Nachwuchsbigband von Swingsound, begeisterte das Publikum ebenfalls. Locker und mit einer erkennbaren Freude am Musizieren spielte sie ihren Part. Besonders Michael Vogt (Piano) und Steffen Wieland (Trompete) wussten zu überzeugen. Beide wagten unter anderem eine Rap-Einlage, die sich auf die finanziellen Transaktionen des Limburger Bischofs Tebartz-van Elst bezog. Auch Titelmelodien aus James-Bond-Filmen spielten die Jugendlichen, die von einigen Erwachsenen unterstützt wurden. So hatte sich auch der Saxophonist Christoph Schulte dazwischen gemischt, eingerahmt von seinen beiden Kindern Erik und Annika.

Es war ein interessanter und rundum gelungener Auftakt der Benefizkonzertreihe zugunsten der Turmrenovierung. Weiteren Konzerte folgen am 18. Mai um 17 Uhr mit Querbeet und den Kohlbergspatzen unter der Leitung von Rosel Neumann, am 25. Mai um 17 Uhr mit den Chören Aletheia, Alive, Vivendi und dem Kirchenchor Rönsahl mit der Solistin Verena Kreft sowie am 31. August um 17 Uhr mit Michael Bischof an der Orgel und Andreas Koch an der Gitarre (Emporenkonzert).

Gertrud Goldbach

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