Big-Band: Beschwingter Musikgenuss beim Konzert

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Wusste einmal mehr zu überzeugen: Die Big-Band „ Swingsound“ mit ihrem Dirigenten Dirk Pawelzik beim Konzert in Rönsahl im Rahmen des Kiersper Adventskalenders. ▪

RÖNSAHL ▪ „Und eins, und zwei, und drei, und vier.“ Ein kurzer Blickkontakt und auf geht‘s“. Dirigent Dirk Pawelka hat seine Truppe mühelos im Griff. Die Augen der jungen Musiker, die in der Jugend-Big-Band „High Vol(u)me“ engagiert und mit sichtlicher Begeisterung bei der Sache sind, suchen den Blickkontakt zum „Chef“.

Nein, wirkliche Hilfestellung ist auch beim ersten gemeinsamen Auftritt in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Dirk Pawelka stehenden Big- Band „Swing-Sound“ eigentlich nicht notwendig. In relativ kurzer Zeit nämlich ist es dem Dirigenten gelungen, die knapp 20 Schülerinnen und Schüler, sie kommen aus Kierspe und Meinerzhagen, Wipperfürth, Plettenberg, gar aus Hagen und Iserlohn, regelmäßig zum gemeinsamen Proben zusammen, zu einer festen Einheit und zu einem Klangkörper von beachtlicher Ausstrahlung zu formen. Nicht ohne berechtigten Stolz informiert Vorsitzender Clemens Wieland die zahlreichen Zuhörer, die am Freitagabend in die Historische Brennerei gekommen sind und für qualvolle Enge im Auditorium sorgen, über die Vita der hoffnungsvollen Nachwuchsband.

„Swing meets Christmas“ – So ist der gemeinsame Konzertabend im Rahmen des Kiersper Adventskalenders überschrieben. Mit dem Klassiker „ Georgia on my mind“ wischen die jugendlichen Musiker scheinbar ohne jedes Problem etwa vorhandenes Lampenfieber vom Tisch, erzählen musikalisch die „Ballade vom vergrätzten Tannenbaum“ und lassen das beim letzten Workshop eingefangene „Chamäleon“ über die jazzig-rockigen Bretter flanieren.

Sängerin Lucia Sikora und Saxophonistin Luca Merschmann geben als Solistinnen Kostproben ihres Könnens. Nach einem fast einstündigen Melodienreigen wird’s zum Schluss dann noch richtig weihnachtlich bei „ I‘ll be home for Christmas“ oder spätestens, als „Frosty, the Snowman“ durch die Butzenscheiben des alten Gemäuers zu blicken und das Ganze mit Wohlwollen zu betrachten scheint.

Ein Füllhorn an klassischen Melodien, zumeist entlehnt aus dem Fundus amerikanischer Weihnachtslieder und angereichert mit Titeln aus Film und Charts und in locker- beschwingter Weise zu Gehör gebracht, hatte anschließend „Swingsound“ im Gepäck. Angefangen von „Santa Claus is coming to town“ über Frank Sinatras „Something Stupid“ bis hin zu den „Jingle Bells“ aus der Feder von Glenn Miller, war der Bogen gespannt. Mit „White Christmas“ als einer der mit 50 Millionen Exemplaren meistverkauften Singles der Welt, „Let it snow“ und dem „Winter Wonderland“ klang der Konzertabend aus, der mit gesanglichen Einlagen von Michaela Neunz und Nico Koslowski wie gekonnt vorgetragenen Trompeten-Soli von Gerd Meier-Barthold, Jan Schürfeld und Kollegen seine eigentlichen Höhepunkte fand. ▪ cr

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