Sozialausschuss besichtigt Tagespflegeeinrichtung

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Ralf Ullrich (2. von rechts), Leiter der Tagespflegeeinrichtung von Rat und Tat, führte die Mitglieder des Ausschusses für Demografie, Soziales und Familie durch die Einrichtung an der Kölner Straße.

Kierspe - „Mit der Tagespflege von Rat und Tat ist eine Lücke in der Betreuung in Kierspe geschlossen worden“, freute sich der Vorsitzende des Ausschusses für Demografie, Soziales und Familie Clemens Wieland über das Angebot, das seit vergangenem Jahr in der Volmestadt besteht.

Die Ausschusspolitiker waren am Montagabend nicht ins Rathaus zu ihrer Sitzung gekommen, sondern ins Portalgebäude an der Kölner Straße, wo Ralf Ullrich im vergangenen Jahr seine Tagespflegeeinrichtung eröffnet hat. 

Die Politiker wollten die Sitzung nutzen, um sich dort einmal genauer umzuschauen und sich von Ullrich erzählen zu lassen, wie das neue Angebot angenommen wird. Der Einrichtungsleiter konnte berichten, dass ab März die Tagespflege an drei Tagen der Woche zu 100 Prozent ausgelastet sei. „Dienstags und donnerstags haben wir noch einen beziehungsweise zwei freie Plätze“, berichtete er. Eine volle Auslastung bedeutet in diesem Fall, dass 13 Besucher betreut werden. Diese Zahl ergibt sich aus der zur Verfügung stehenden Quadratmeterzahl für die Bewohner. 18 Quadratmeter pro Gast schreibt der Gesetzgeber vor. Ob in Zukunft mehr Besucher kommen können, hängt von Ullrich und seinem Vermieter ab. Denn auf der rund 180 Quadratmeter großen Terrasse, die sich ebenerdig an das Gebäude anschließt, könnte noch angebaut werden. 

Ansonsten soll die Terrasse aber im kommenden Sommer vor allem den Besuchern offen stehen. Doch auch ohne die Außenfläche leiden die Besucher nicht an Lichtmangel. Große Fenster an Vor- und Rückseite sorgen dafür, dass die Bewohner in lichtdurchfluteten Räumen einen strukturierten Tag erleben. „Denn darum geht es uns. Wir sind kein Krankenhaus und auch keine Schlafstation. Bei uns sollen die Menschen ihren Tag in Gemeinschaft verbringen und eine Struktur in den Tagesablauf bekommen“, erklärte Ullrich. 

Solch ein Tag startet frühestens um 8 Uhr mit einer Begrüßung, an die sich ein gemeinsames, selbstzubereitetes Frühstück anschließt. Danach unterbreiten die Mitarbeiter unterschiedliche Angebote. Dazu gehören das Vorlesen der Tageszeitung, Spielrunden, Bastelarbeiten, Backen, Singen, Musikmachen und Bewegung. 

Im Grunde wiederholt sich das alles noch einmal nach dem Mittagessen, das von einem externen Anbieter geliefert wird – und bei dem die Gäste aus neun Menüs auswählen können. Nach der Mahlzeit haben die Besucher aber auch die Möglichkeit, sich für einige Zeit in einen Ruheraum zurückzuziehen, in dem neben speziellen Ruhesesseln auch ein Pflegebett zur Verfügung stehen. 

Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken am Nachmittag endet der Tag in der Einrichtung um 16 Uhr. Dann werden die Gäste entweder von den Angehörigen abgeholt oder von einem Fahrdienst nach Hause gebracht. Ob sich an diesen Öffnungszeiten in Zukunft etwas ändert, soll unter anderem eine Besucher- und Angehörigenbefragung im Mai zeigen. Ullrich: „Vielleicht verlängern wir dann die Betreuungszeiten innerhalb der Woche oder wir öffnen auch noch am Samstag.“ 

Nach den ausführlichen Informationen über das neue Angebot „zwischen ambulanter Pflege und Seniorenheim“ hatten die Politiker noch die Möglichkeit, sich in der Einrichtung umzuschauen – geführt von Ralf Ullrich.

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