„Schanhollengold“ und Spedition Sack im Weinladen

Zu einer öffentlichen Probe hatte die Spedition Sack in den Weinladen von Klaus Neunz nach Kierspe-Dorf eingeladen. - Fotos: Goldbach

KIERSPE - Kein einziges Regal stand mehr im Verkaufslokal von Klaus Neunz, weit und breit war keine Flasche Wein zu sehen, nur kahle weiße Wände. Doch die erstrahlten in frischem Weiß und waren gerade gestrichen worden.

Von Gertrud Goldbach

„Eine gute Idee, hier unsere öffentliche Probe abzuhalten“, sagte sich die Spedition Sack mit Hans, Horst, Heinz Sack sowie Holgi Hartz und luden ihre Freunde und ihre Fans in den „Saftladen von Klaus Neunz“ in Kierspe-Dorf ein.

Punkt 19 Uhr war Probenbeginn und die Resonanz musikfreudiger und kommunikativer Kiersper war groß. Dicht beieinander stehend, jedoch nicht wie Sardinen in der Büchse, sammelten sich die Besucher um Stehtische oder vor der noch schnell zusammen gezimmerten Bühne.

In unauffälligem Zivil gruppierten sich die Säcke um ihre Mikrofone, flaniert von einer edlen, gänzlich undekorierten Designfichte, die in einem Bierkasten ihren Halt fand. Eine im Hintergrund aufgestelltes Gemälde einer Winterlandschaft stellte den Bezug zum Thema des Abends her.

„Lay Down Sally“ von Erich Klappstuhl war der erste Song dieser After-Work-Party, und ihm folgte bald „Heart of gold“ von Armin Jung, aus der Zeit, als er noch Neil Young geheißen hat. Trotz der ständigen Hintergrundgeräusche war es ratsam, den Säcken genau zuzuhören. Wortspiele sind ihre Leidenschaft und Stehgreifsprüche ihre Stärke.

Dass im zweiten Set nun Advents- und Weihnachtsmusik gespielt wurde, konnten auch unmusikalische Gäste erkennen. Rot-weiß waren die Mäntel, in die die Spedition Sack nun schlüpfte, und auch die seit Kindergartentagen die Spedition begleitende Blockflöte erhielt ihren Einsatz. Fast fehlerfrei spielten Horst und Heinz Sack das Volkslied „Udo Fröhliche“, doch ein wenig geschummelt hatten sie schon.

Ihre Flöten in der Hand haltend, erklang auf einmal durch die Lautsprecher die gerade gehörte Melodie, wie von Zauberhand gespielt: Playback. So bedienten sich Horst und Heinz Sack der technischen Möglichkeiten und wurden dennoch von ihrem Publikum gefeiert.

Specialguest des Abends war PiWi, allen als Peter Waldhelm bekannt. Die einmal angeschlagene Tonart wurde nun weiter verfolgt mit „Stille Nacht, heilige Nacht“, und auch der rot-weiße Mantel war zunächst im Einsatz. Doch dann entledigte sich PiWi dieser Requisite und begab sich auf ihm vertrauten Boden, die Songs aus den 80er Jahren.

Mitsingcharakter hatten diese Lieder, wie „Sarah“ von Jefferson Starship oder „Heaven“ von Bryan Adams.Mit „Bett Huhn Rising“, „Sack mir Quando“ oder „Fürstenfeld“ bewegten sich die Säcke wieder auf gewohntem Terrain aber auch auf das Ende des Abends zu.Entspannt, locker mit hoher kommunikativer Trefferquote war die öffentliche Probe der Spedition Sack.

Das Hauptgetränk an diesem Abend war dieses Mal das Kiersper Bier Schanhollengold und nur einige der Gäste entschieden sich für Wein, der für diesen Abend aus den Verkaufsräumen ausgelagert worden war.

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