Weihnachtsstimmung in der Seniorenresidenz

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In der Seniorenresidenz fand die Bescherung am Heiligen Abend in den Wohnbereichen statt. –

KIERSPE – Im ganzen Haus sind Weihnachtsbäume aufgestellt, die Wohnbereiche sind festlich geschmückt, die letzten Vorbereitungen laufen noch. Der Heilige Abend ist auch in den Einrichtungen der Altenpflege unbestrittener Höhepunkt des Jahres. Von Birgitta Negel-Täuber

Für manche Bewohner und Mitarbeiter ist es darüber hinaus ein ganz besonderes Weihnachtsfest, denn erstmals feiern sie das Fest der Liebe in der Seniorenresidenz an der Montigny-Allee. Vor anderthalb Jahren wurde das neue Seniorenheim eröffnet, es ist also erst das zweite Weihnachtsfest überhaupt, das hier begangen wird. Manches muss sich noch einspielen, Traditionen neu entwickelt werden.

Für Einrichtungsleiterin Sabine Troschinski ist es ganz normal, den Heiligen Abend mit den Bewohnern zu verbringen. Ihre Familie kennt es nicht anders und begleitet sie dabei. So spielt in diesem Jahr die zehnjährige Tochter Viktoria für die Bewohner und Mitarbeiter auf der Klarinette. Ein Gedicht hat sie auch auswendig gelernt.

Den ganzen Advent über haben sich die Hausbewohner bei vielen kleineren und größeren Veranstaltungen auf das Fest eingestimmt und sich, je nach Lust und Laune und persönlichen Möglichkeiten, an den Vorbereitungen beteiligt. In der Hobbyküche wurden von einigen Frauen Plätzchen gebacken, in der einmal monatlich erscheinenden Hauszeitung wurden die Rezepte veröffentlicht.

Der Dienstplan für die Feiertage steht schon seit Monaten. Viele Mitarbeiter entscheiden sich bewusst dafür, an Weihnachten zu arbeiten. Sie schätzen die besondere Atmosphäre dieser Tage im Seniorenheim. Die Pflege findet statt wie gewohnt, aber natürlich ist es ruhiger als sonst, weil manche Bewohner von ihren Angehörigen abgeholt werden. Für alle anderen gestalten die Mitarbeiter das Fest so familiär wie möglich.

„Weihnachten soll die Bewohner an früher erinnern“

„Wir versuchen soweit wie möglich auf die Gewohnheiten der Bewohner einzugehen,“ sagt Sabine Troschinski. „Weihnachten soll sie an früher erinnern.“ Dazu gehören das Essen genauso wie die Lieder, die gesungen werden, der bunte Teller in der Adventszeit und natürlich die Bescherung. Die beginnt mit einem gemütlichen Kaffeetrinken in den einzelnen Wohnbereichen. Danach gibt es Geschenke – warme Bettsocken für alle und außerdem „etwas Praktisches“, Körperlotion oder ein Deodorant.

Im nächsten Jahr würden die Geschenke „personenbezogener“ ausfallen, sagt Sabine Troschinski, aber nach so kurzer Zeit kenne sie die Bewohner noch nicht gut genug. Für sie ist es ebenfalls das erste Weihnachtsfest in der Seniorenresidenz, seit gerade mal sechs Wochen ist sie in Kierspe tätig.

Biographische Arbeit werde ganz groß geschrieben, erzählt Sabine Troschinski, Bezüge zum früheren Leben der Bewohner würden bewusst gepflegt. Das Essen spielt dabei eine wichtige Rolle für die Festgestaltung. Auf allgemeinen Wunsch gibt es deshalb an Heiligabend Kartoffelsalat und Würstchen; am ersten Weihnachtstag wartet die Küche mit Gans, Klößen und Rotkohl auf. Wer mag, bekommt dazu ein Glas Wein oder Bier serviert. „Das ist zuhause schließlich auch so.“

Überhaupt hat das Küchenpersonal sich in der Vorweihnachtszeit ins Zeug gelegt, Plätzchen und Stollen gebacken sowie Sahnetorte für die Festtage. „Weihnachten ist eine besondere Zeit“, bringt Sabine Troschinski es auf den Punkt.

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