Erste 1,35 Millionen Euro an Regionale-Mitteln

Das Quartiersmanagemet an der Kölner Straße soll 2013 starten.

KIERSPE ▪ Die Stadt bekommt Landesmittel in Höhe von 1.346.800 Euro. Bis Freitag allerdings war der Bewilligungsbescheid, der vom Regierungspräsidium aus auf dem Postweg nach Kierspe unterwegs ist, noch nicht im Rathaus eingetroffen, wie Bürgermeister Frank Emde informiert. Trotzdem freut er sich natürlich, dass das Geld, das im Rahmen des Strukturförderprogramms Regionale 2013 fließt, jetzt endlich sicher ist und damit die Maßnahmen umgesetzt werden können.

Die Übergabe der Bescheide fand in Arnsberg statt und wurde vom Regierungspräsidenten Dr. Gerd Bollermann persönlich vorgenommen. Er hatte dazu die Bürgermeister von drei der vier Kommunen des Regionale-Projektes „Oben an der Volme“ eingeladen. Allerdings konnte Emde aus terminlichen Gründen leider nicht hinfahren. So nahmen lediglich Bürgermeister Jörg Schönenberg aus Schalksmühle und der Halveraner Fachbereichsleiter Helmut Engel die Förderbescheide vor Ort entgegen. Für Schalksmühle gibt es 490 000 Euro und für Halver den höchsten Betrag mit 2 112 600 Euro.

Bollermann machte deutlich, dass die von der Bezirksregierung bewilligten Städtebaufördermittel ein Beitrag dazu sind, die Zentren der kleinen Städte und Gemeinden zu stabilisieren und zu revitalisieren. Eingebettet sind sämtliche geförderten Maßnahmen jeweils in das Regionale Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept von Kierspe, Halver und Schalksmühle sowie außerdem noch Meinerzhagen, mit dem gemeinsam eine nachhaltig angelegte Entwicklungsstrategie verfolgt wird.

Bereits im Frühjahr war für das Projekt der begehrte dritte Stern im Rahmen des Qualifizierungsprozesses vergeben worden. Neben dem Volmetalradweg und der Reaktivierung des Personenschienennahverkehrs zwischen Meinerzhagen bis Brügge gehören dazu in Kierspe außerdem noch die drei örtlichen Starterprojekte, für die eine Landesförderung aus Städtebaumitteln beantragt worden ist: „Das sind der Volme-Freizeit-Park, das Quartiersmanagement an der Kölner Straße und die Platzgestaltung am Zentralen Omnibusbahnhof“, zählt Emde auf. Ergänzend betont er, dass insbesondere für die Volmerevitalisierung auch noch Wasserbaumittel zu beantragen seien, so dass in den Volme-Freizeit-Park Mittel aus zwei Fördertöpfen eingehen werden. Ganz konkret sind die Planungen schon für das Quartiersmanagement, wo zum einen ein Leerstandmanagement initiiert und ein Fassadenprogramm aufgelegt wird, mit dem die Attraktivität der Kölner Straße optisch verbessert werden soll. Die Idee hier ist, ein Kreativquartier entstehen zu lassen und so dem Straßenzug eine neue Perspektive zu bieten.

Auf die Bewilligungsbescheide musste ziemlich lange gewartet werden, denn durch die Neuwahl in Nordrhein-Westfalen sowie den dann erst im vergangenen Monat beschlossenen Landeshaushalt 2012 war es zu einer erheblichen Verzögerung gekommen. Inwieweit alle beantragten Mittel in die Bewilligung Aufnahme gefunden haben, will der Bürgermeister in den nächsten Tagen prüfen.

Rolf Haase

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