Titel verteidigt: Rönsahl siegt erneut beim Dorf-Wettbewerb

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Von der Servatiuskirche aus ging es „per pedes“ durch das Dorf zur Historischen Brennerei. Dabei übernahm Horst Becker als Vorsitzender des Brennereivereins die Funktion des „Reiseleiters“.

Rönsahl - Es war zwar knapp, doch Rönsahl hat es wieder geschafft, sich den ersten Platz im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gesichert und damit seinen Titel verteidigt. Als wesentlicher Grund wurde die klar erkennbare Weiterentwicklung in Rönsahl angeführt, warum sich das Grenzdorf gegenüber Balve-Mellen durchsetzen konnte.

Mit dazu beigetragen haben dürfte aber auch die Art und Weise, wie sich Rönsahl und seine Bürger darzustellen wussten. Die zahlreichen Bürger, die am Donnerstagmorgen bei der Präsentation zugegen waren, die in der Servatiuskirche stattfand, hatten natürlich gehofft, dass die unkonventionelle Art, mit der das vielschichtige und pulsierende Leben in einem zukunftsträchtigen Dorf dargestellt wurde, auch bei den Mitgliedern der von Kreisheimatpfleger Rolf Klostermann angeführten vierzehnköpfigen Bewertungskommission ankam.

Die Jury absolvierte gestern bekanntlich den letzten Teil ihrer Bewertungsrundreise durch den Märkischen Kreis. Bestens vorbereitet, mit viel Engagement und sichtlich motiviert, wussten die Vertreter aus Bürgerschaft und Vereinswelt – unterstützt vom städtischen Beigeordneten Olaf Stelse und Stadtplaner Rainer Schürmann als offiziellen Vertretern der Stadt Kierspe – die vielen schönen und lebensnahen Seiten, die das Dorf an der Grenze zum Rheinischen auszeichnet, ins rechte Licht zu rücken.

Aufmerksam verfolgten die Mitglieder der Bewertungskommission die Erläuterungen.

In einem ausgeklügelten und auf die Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit – zur Vorstellung des Ortes und dessen in die Zukunft gerichteten Perspektiven stand lediglich eine gute Stunde zur Verfügung – minutiös ausgearbeiteten Präsentationsplan wurden die Juroren mit den Dingen in Rönsahl bekannt gemacht. Zuvor hatte Ortsbürgermeister Holger Scheel in seiner Funktion als Vorsitzender des Bürgervereins und als langjähriger Motor in Sachen Dorfwettbewerb das mit dem Kleinbus angereiste Gremium in Bürhausen in Empfang genommen und dabei bereits einige an der Wegstrecke liegende Eckpunkte dörflicher Infrastruktur vorgestellt und angesprochen.

Anhand entsprechender Bilddokumentationen ging anschließend Stadtplaner Rainer Schürmann auf bestehende und geplante Flächennutzungs- und Bebauungspläne und die daraus resultierende zu erwartende Weiterentwicklung der dörflichen Infrastruktur ein. Danach kamen verschiedene Mitglieder des Bürgervereins jeweils in kurzer und informativer Weise auf die einzelnen für die Bewertung relevanten Sachgebiete zu sprechen und stellten dabei – soweit das in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit überhaupt möglich war – das facettenreiche soziale und kulturelle Geschehen im Dorf und dessen Umfeld, in Arbeits- und Vereinswelt, im ökumenischen Miteinander und in praktizierter Flüchtlingshilfe in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen.

Bereit zur anstehenden Vorstellung der vielschichtigen Aktivitäten in Rönsahl: Mitglieder des Bürgervereins rückten ihren Ort ins rechte Licht.

Untermalt wurde diese Präsentation durch verschiedene anschauliche Beispiele, wie zum Beispiel Impressionen, die in Bildern festgehalten worden waren. Damit sollte ebenfalls in charakteristischer Weise die große Vielfalt pulsierenden dörflichen Lebens in Rönsahl zum Ausdruck gebracht werden. Nach dieser Präsentation bestand Gelegenheit, die Mitglieder der Bewertungskommission auf dem Fußweg von der Servatiuskirche bis zur Historischen Brennerei zu begleiten und die theoretischen Eindrücke auch visuell zu vertiefen. Denn in der Mittagszeit fuhren die Jurymitglieder ins Kreishaus, um ihre Bewertung vorzunehmen.

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