Bewährtes und Neues beim Stadtmarketing

KIERSPE ▪ Zur Mitgliederversammlung des Stadtmarketingvereins begrüßte die erste Vorsitzende Dagmar Schröder am Montagabend die Anwesenden im Ratssaal.

In ihrem Bericht ließ Geschäftsführerin Svenja Kelm Aktivitäten des Jahres 2011 Revue passieren. Sie erinnerte an die Familienwanderung des SGV im Mai mit rund 50 Teilnehmern und die gemeinsame Ausbildungsbörse mit Meinerzhagen, zu der sich 30 Firmen im Juni in der Gesamtschule den Schülern präsentierten. Anfang Juli öffneten einige Kiersper ihre Gartenpforten zum „Tag der offenen Gärten“ und 60 Unternehmer trafen sich zum Unternehmerfrühstück im Rathaus. „Obwohl das Schanhollenfest Mitte Juli total verregnet war, gab es ein gutes Feedback hinsichtlich des Veranstaltungsortes und der Angebote, so dass es im zweijährigen Turnus wiederholt werden soll“, berichtete Kelm. Die zu Werbezwecken genutzte „Schanholli-Figur“ wurde inzwischen beim Patentamt angemeldet.

Neben diesen Aktivitäten zeichnete sich der Stadtmarketingverein aber auch für den Fotowettbewerb „Kiersper Bachläufe“, die Erneuerung der Gewerbeschilder am Wildenkuhlen, den lebendigen Adventskalender, die Weihnachtsbeleuchtung und einem Stand beim Weihnachtsmarkt an der Alten Brennerei in Rönsahl verantwortlich.

Aktionen, die sich bewährt haben, sind auch für 2012 geplant, so der zweite Vorsitzende Michael Knabe. „Da die Arbeitskreise immer mehr bröckeln, möchten wir in diesem Jahr Projektgruppen für einen überschaubaren Zeitraum ins Leben rufen. Wir erhoffen uns davon wieder größere Beteiligung, weil sich die Teilnehmer dann nicht so lange verpflichten müssen“, kündigte Knabe eine entscheidende Änderung an. Er zählte auch gleich einige Projektideen auf, die der Vorstand gerade sammelt. So soll es neben einem weiteren Unternehmerfrühstück in diesem Jahr auch einen Dämmerschoppen bei der Sparkasse geben. Für den „Tag der offenen Gärten“ werden noch Gartenbesitzer gesucht, die Einblick in ihr grünes Reich gewähren. Gemeinsam mit dem Jugendparlament wurde die Idee einer Vereinsmesse geboren, bei der Kiersper Vereine ihre Aktivitäten vorstellen. Fotowettbewerb, Ausbildungsbörse, lebendiger Adventskalender und Weihnachtsmarktbeteiligung wird es wie im letzten Jahr geben. Außerdem sind Aktivitäten beim Stadtfest und dem Aktionstag „Autofreies Volmetal“ angedacht. Auch ein „Infopunkt“ am künftigen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) könnte ein Projekt werden. „Tragen Sie weitere Vorschläge an uns heran und vor allem arbeiten Sie in den Projekten mit“, warb Michael Knabe um tatkräftige Unterstützung.

Über Einnahmen und Ausgaben des Vereins legte Kassenwartin Melanie Schmidt in ihrem Bericht detailliert Rechenschaft ab und gab auch einen kurzen Überblick über die Haushaltsplanungen für das laufende Jahr. In Vertretung für die Kassenprüfer Klaus Schulz und Gabi Plate, bestätigte Tim Gijbels die ordnungsgemäße Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstands. Bei den anschließenden Wahlen wurden Michael Knabe als zweiter Vorsitzender, Silvia Speckmann als zweite Beisitzerin und Monika Lehmann als vierte Beisitzerin einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Zum neuen Kassenprüfer für den ausscheidenden Klaus Schulz bestimmte die Versammlung Tim Gijbels.

Zu einem virtuellen Stadtspaziergang lud Bürgermeister Franke Emde bei seiner Vorstellung der Planungen zur Regionale 2013 ein. Für den Strukturwettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen hat sich Kierspe mit den Nachbarkommunen Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle zum Projekt „Oben an der Volme“ zusammengeschlossen. „Um im Zuge des demografischen Wandels Bevölkerungsschwund und Überalterung entgegenzuwirken, müssen wir mit unserem städtebaulichen Konzept das obere Volmetal attraktiver gestalten und uns für die Zukunft positionieren“, betonte Emde.

Als regionale Projekte benannte er die die Reaktivierung der Volmetalbahn voraussichtlich ab 2015, den geplanten Radweg von Meinerzhagen bis Schalksmühle mit Fahrradstation am ZOB sowie Renaturierung und Revitalisierung der Volme. „Unter dem Motto ‘Ein Kreis packt aus’ gibt es gemeinsam mit dem Märkischen Kreis Überlegungen dazu, wie der Fluss den Menschen zugänglich gemacht werden kann“, erklärte der Bürgermeister.

Bei den kommunalen Projekten steht die Aufwertung der Kölner Straße ganz oben auf der Planungsliste. Dazu soll – nach Verlegung der Volme – in drei Stufen der Volme-Freizeit-Park als Naherholungsbereich mit Naturbühne für Veranstaltungen, Kletterwand, Spielfeld und Indoorhalle entstehen.

Das Kreativzentrum im alten Helit-Gebäude, mit integriertem Café, soll ganz im Zeichen von Kunst, Kultur und Handwerk stehen. In Kooperation mit dem Sozialwerk St. Georg und dem sozialen Dienstleister Rat und Tat wird der Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendarbeit liegen. Auch ein Programm-Kino ist an der Kölner Straße geplant. Zur Verschönerung des Straßenbildes wird es zudem ein Fassadenprogramm und Grünflächen an verschiedenen Querungshilfen geben. Unter dem Motto „Arbeiten und Wohnen“ ist der Bereich Tulpenplatz ebenfalls in die Umgestaltung integriert. „Bei unseren Planungen haben wir Fixpunkte entlang der Kölner Straße gesetzt, um später besser für die leerstehenden Ladenlokale akquirieren zu können“, machte Frank Emde die Intentionen der Planer deutlich.

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