Awo-Sozialstation betreut 181 Patienten

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Heike Böseler (rechts) informierte den Vorstand des Fördervereins der Awo-Sozialstation über die Arbeit des vergangenen Jahres.

Kierspe - Die Sozialstation der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ideell und finanziell zu unterstützen ist erklärtes Ziel des Fördervereins. Am Mittwochabend fand in den Räumen der Sozialstation am Haunerbusch die Mitgliederversammlung des Vereins statt – in kleinem Kreis, der geschäftsführende Vorstand war unter sich.

Breiten Raum nahm dabei der Bericht von Heike Böseler über die Arbeit der Sozialstation im vergangenen Jahr ein. Vor allem die Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade hatte den Mitarbeiterinnen der Sozialstation viele Überstunden beschert. Sie mussten neben der Pflege- auch viel Informationsarbeit leisten, denn bei manchen Patienten war noch nicht angekommen, dass ihnen aufgrund der Neueinstufung Geld für Entlastungs- und Betreuungsleistungen zur Verfügung stand.

181 Patienten werden aktuell von der Sozialstation auf ganz unterschiedliche Weise betreut – von der Ganzkörperpflege bis zu hauswirtschaftlicher Unterstützung ist alles dabei. Im Durchschnitt seien die Patienten 80 Jahre alt, sagte Heike Böseler. Die meisten seien in die Pflegegrade 2 und 3 eingruppiert, immerhin 40 Prozent hätten einen Pflegegrad übersprungen.

Seit dem 15. April verstärkt eine Betreuungsassistentin das Team, das bis dahin aus 13 „Köpfen“ mit insgesamt 6,8 Vollzeitstellen bestand. Darunter ist auch eine Auszubildende, die bereits eine Zusage auf Übernahme als Altenpflegerin hat. Zu Personalwechseln komme es immer wieder, meinte Böseler, aber inzwischen habe der zuständige Fachbereichsleiter aufgehört, Anzeigen zu schalten – „die besten Leute finden wir durch Mund-zu-Mund-Propaganda“.

Petra Crone, Klaus Müller, Wolfgang Opitz und Stephan Böhse hörten aufmerksam zu, eine Gewinnsteigerung von sechs Prozent im vergangenen Jahr nahmen sie erfreut zur Kenntnis. Entgegen anderslautender Gerüchte sei die Sozialstation nicht gefährdet, bekräftigte Petra Crone. Verbesserungsbedarf sah sie bei der Vernetzung zwischen den einzelnen Anbietern im Altenpflegebereich.

Der Förderverein finanziert seine Arbeit durch Mitgliedsbeiträge und Werbung. Die wird vor allem auf den Autos aufgebracht, mit denen die Krankenschwestern, Altenpflegerinnen und Heilerziehungspflegerinnen zu ihren Patienten fahren. Durch die Werbung konnten im vergangenen Jahr die Leasingraten bezahlt werden. Außerdem stattete der Förderverein die Mitarbeiterinnen der Sozialstation mit wetterfesten Jacken aus.

Wahlen fanden diesmal nicht statt, aber Kassierer Wolfgang Opitz konnte zum Jahresende einen Kassenstand von knapp 10 000 Euro bekannt geben.

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