Lebensmittelmarkt für Rönsahl

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Wenn die weiteren Verhandlungen positiv verlaufen, werden die Bäume und Büsche auf den Flächen im Hintergrund weichen, um einem Lebensmittelmarkt Platz zu machen.

Kierspe - Intensiv und transparent waren die Beratungen, Gespräche und letztlich die gesamte Arbeit für das Dorfinnenentwicklungskonzept für Rönsahl – und alle Beteiligten können möglicherweise bald einen Teilerfolg feiern: In den Vorentwurf der Planung ist der Bau eines Lebensmittelmarktes aufgenommen worden.

Denn das Dorfinnenentwicklungskonzept sieht für das Zentrum von Rönsahl – es handelt sich dabei um den Bebauungsplan Nummer 52 „Vor dem Isern“ – einen Lebensmittelmarkt vor. Nachdem Kontakte zu Entwicklern solcher Märkte aufgenommen worden waren, so heißt es in einer Verwaltungsvorlage, wurde von diesen nicht nur Interesse signalisiert.

Es wurden auch schon erste Planskizzen vorgelegt. Eine davon hat Eingang in den städtebaulichen Vorentwurf gefunden – dieser wird in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung am Mittwoch, 26. Juni, ab 17 Uhr im Rathaus vorgestellt. Da dieser Lebensmittelmarkt eine Größe von mehr als 800 Quadratmetern haben soll, ist die entsprechende Fläche als Sondergebiet auszuweisen.

Daher ist der Bebauungsplan „Vor dem Isern“ erneut aufzustellen. Bevor dieser Plan verabschiedet wird, muss noch die Beteiligung der Bürger sowie der Träger öffentlicher Belange durchgeführt werden. Der Lebensmittelmarkt soll nördlich von der Hauptstraße – zwischen Historischer Brennerei und Sparkasse – nahe der Tankstelle errichtet werden.

Dort, wo derzeit noch Bäume und Büsche stehen und die Sicht auf die Straße Vor dem Isern im Norden verhindern. Wie es weiter in der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung heißt, sollen die Flächen östlich und westlich des Marktes als Wohnbauflächen für Einfamilienhäuser festgelegt werden.

Der Besitzer der Flächen im westlichen Teil habe bereits geäußert, die Grundstücke selbst zu planen und zu vermarkten. Die Eigentumsverhältnisse der anderen Flächen werden durch die Grundstücks- und Gewerbeentwicklungsgesellschaft (GGE) Kierspe geklärt. Die GGE kümmert sich auch um einen Teil der Flächen, die für den Lebensmittelmarkt benötigt werden – um den wesentlichen Teil des Grundstücks kümmert sich das Lebensmittelunternehmen selbst.

Keine Infos gibt es bislang dazu, welcher Händler sich konkret ansiedeln wird. Aber: Die GGE stehe „unmittelbar vor einem Vertragsabschluss“, so heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die Gespräche und Verhandlungen mit der Lebensmittelfirma sollen in den kommenden Wochen konkreter werden. Mutmaßungen, dass es sich um einen Edeka-Markt handeln könnte, erteilte das Unternehmen selbst eine Abfuhr.

Auf MZ-Anfrage schrieb die Presseabteilung von Edeka Rhein-Ruhr: „Nach Rücksprache mit der Fachabteilung müssen wir die Ihnen vorliegenden Informationen dementieren.“ Gleichwohl dürften die Flächen ein idealer, weil zentraler Standort für ein Geschäft sein, in dem Waren des täglichen Bedarfs angeboten werden.

DIEK für Rönsahl

Unter dem Aspekt des demografischen Wandels wurde von 2017 bis 2018 das Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) mit Beteiligung vieler Bürgerinnen und Bürger entwickelt. Es soll Zukunftsperspektiven für Rönsahl aufzeigen. Es soll „ein Ort mit ländlichem Charme, der gute Versorgungs- und Mobilitätsangebote bietet, und ein attraktiver Standort sowohl für Gewerbetreibende als auch für Naherholungssuchende mitten zwischem Märkischem Sauerland und Bergischen Land“ sein.

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