Lichterhaus Rönsahl zieht magisch an

+
Behäbig in seinem Lehnsessel sitzend, wacht der Weihnachtsmann in der Advents- und Weihnachtszeit über die in den Abendstunden rund um das Lichterhaus der Familie Lindner am Feldhofer Weg in Rönsahl erwachende zauberhafte Wunderwelt.

Rönsahl - Immer dann, wenn der Tag zur Neige geht und die Hektik des Arbeitstages der Beschaulichkeit der hereinbrechenden Dämmerung weicht und die Menschen zur Ruhe kommen, scheint am Feldhofer Weg in Rönsahl das Leben erst zu erwachen. Rund um das Eigenheim der Familie Lindner regt sich urplötzlich und wie von Zauberhand gesteuert eine märchenhafte Welt.

Rechtzeitig zu Beginn der Adventszeit erstrahlen in der Abenddämmerung Vorgarten und Wohnhaus in einem anheimelnden Lichterglanz, der von vielen kleinen oder größeren Lichtquellen ausgeht und weithin – auch von der nahen Bundesstraße – gut zu erkennen ist.

Wie seit etlichen Jahren in den Tagen vor dem Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel ist das Rönsahler Lichterhaus auch jetzt wieder ein besonderer Hingucker und übt namentlich in den Abendstunden eine nahezu magische Anziehungskraft für Besucher aus nah und fern aus. Die nämlich kommen, wenn Weihnachtsmann, Engelschar, Waldtiere, Schneemann & Co. im hellen Lichterschein zum Innehalten und Betrachten der Szenerie einladen.

„An manchen Tagen geht die Zahl der Besucher, die im Vorbeifahren mal schnell eben einen Abstecher machen und sich unsere kleine Märchenwelt ansehen, wohl in die Hundert“, sagt der Hausherr und freut sich über die Anerkennung, die er insbesondere von den „Stammgästen“, die Jahr für Jahr aufs Neue kommen, erfährt. „Eigentlich wollten wir ja mal eine Pause einlegen oder das Ganze reduzieren, weil ja auch in strengen Wintern vieles zerbricht und dann kostenintensiv ersetzt werden muss.

Ein Druck auf den Knopf genügt, und eine Engelskapelle stimmt auf Wunsch altvertraute Weihnachtslieder an.

Aber da machen unsere Gäste nicht mit. Die fragen schon im frühen Herbst, wann es wieder mit der Dekoration los geht. Da kann man halt nicht anders, als sich aufs Neue etwas einfallen zu lassen“, lacht der Tüftler. „Angefangen“, so erinnert sich Torsten Lindner, der bei seinem besonderen Hobby von Ehefrau Gaby und den inzwischen erwachsenen Kindern nicht nur toleriert, sondern auch nach Kräften unterstützt wird, „hat alles vor ungefähr 25 Jahren. Da haben wir in der Weihnachtszeit im Fernsehen den amerikanischen Film „Eine schöne Bescherung“ gesehen. Und da hat es bei mir „gefunkt“.

Schnell war die Phase, in der lediglich beleuchtete Fensterbilder ausgestellt wurden, überholt. Anregungen, wie der im Winter bis dahin recht „kahle“ Vorgarten und das Haus um die Weihnachtszeit nach und nach in ein kleines Märchenland verwandelt werden konnten, holte sich der gelernte Elektriker von nun an vielerorts.

Er wurde fündig in Kaufhäusern und im Internet, Arbeitskollegen und Bekannte versorgten ihn mit „ausgedientem“ Spielzeug. Unter den geschickten Händen des Bastlers erwachten Bobbycar und Schaukelpferd, der aus dem Internet erstandene Nikolaus, der dicke Schneemann mit den lustig dreinblickenden Augen und vieles mehr zu neuem Leben. Sommertags gab und gibt es seitdem in der Werkstatt von Torsten Lindner viel zu tun, damit rechtzeitig zu „Saisonbeginn“ alles fertig und – wenn es die Witterung erlaubt – auch rechtzeitig an seinem Platz sein kann.

„Santa Claus Crossing“: Im fernen Alaska wurde Tüftler Torsten Lindner fündig bei der Suche nach neuen Ideen für sein Lichterhaus.

„Nicht zuletzt geht es mir vor allem darum, insbesondere den vielen Kindern eine Freude zu machen“, sagt Lindner, der – so sagt seine Ehefrau – das sprichwörtliche „Kind im Manne“ selbst kaum verleugnen kann. „Schon Anfang Januar und spätestens dann, wenn der weihnachtliche Glanz der Vergangenheit angehört und alles abgebaut ist, macht sich Lindner Gedanken darüber, was er beim nächsten Mal verändern und ergänzen kann.

„Aber jetzt kommt zunächst irgendwann nach dem Winter ja das Frühjahr und das Osterfest. Und auch dann gibt es sicher wieder was Schönes in unserem Märchengarten“, verspricht der Rönsahler.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare