Osterfeuer in Linden, Bollwerk und an Kirche St. Josef

+
Auch die Dorfgemeinschaft Bollwerk konnte in diesem Jahr wieder ein Osterfeuer entzünden.

Kierspe - Bis zuletzt hatten die Mitglieder von Grün-Weiß Linden um gutes Wetter gebangt. Viel Regen hatte das alte Holz aus den Wäldern nicht richtig trocknen lassen. Froh waren daher nicht nur die Lindener, dass das Wetter sich in den vergangenen Tagen gebessert hatte und die Besucher des Osterfeuers am Karsamstag nicht in Schnee oder Regen stehen mussten.

Für die Kinder aus Linden begann das Osterfeuer schon früher als für die Erwachsenen. Mit einem kleinen Fackelzug zogen sie bereits um 19.30 Uhr vom Vereinsheim in Richtung Sportplatz.

Dort hatten Vereinsmitglieder noch am Karsamstagmorgen das Holz für das Osterfeuer aufgeschichtet. Imposant ragte der große Berg aus Reisig, Ästen und Tannen, den die Kinder mit ihren Fackeln entzünden durften, in den Himmel. Ein wachsames Auge hatten die Eltern auf ihre Jüngsten, damit auch nichts passierte. Hier und da halfen sie beim Anzünden mit, doch die größeren Kinder schafften das schon allein.

So schnell wie in vergangenen Jahren brannte das Osterfeuer diesmal nicht. Doch dadurch hatten die Besucher auch länger etwas von dem Feuer und konnten sich ausgiebig an ihm wärmen. Besonders schön war am Samstagabend der gleichzeitige Anblick des brennenden Osterfeuers und des Sonnenunterganges über dem Volmetal. Viele Gäste fingen diesen besonderen Augenblick mit ihrem Smartphone ein.

Begonnen hatte in Linden alles im Jahr 1984 mit der Gründung des Vereins Grün-Weiß. Anfangs brachten die Bewohner von Linden und Vornberg ihre Strauchabschnitte nach Linden und schichteten am Karsamstag daraus ein Osterfeuer auf. Das hat sich im Laufe der Zeit geändert. Nun wird das abgestorbene Holz aus den Wäldern für das Osterfeuer verwendet. Die Besucher kommen von weit her. Autos aus Osnabrück, Köln, Darmstadt oder Dortmund standen am Karsamstag am Straßenrand.

Auch in Bollwerk freute sich die Dorfgemeinschaft, dass sie in diesem Jahr wieder ein Osterfeuer anzünden konnte. Im vergangenen Jahr war dies nicht möglich, da die Wiese an der Volme bearbeitet wurde. Tannenbäume der Weihnachtsbaumsammlung, alte Paletten und Geäst waren das „Futter“ für das Osterfeuer. Mit warmen und kalten Getränken sowie heißen Brühwürstchen kamen die Bollwerker gut über den Abend.

Ob es auch in den kommenden Jahren ein Osterfeuer in Bollwerk geben wird, wissen die Bewohner nicht. „Es kommt darauf an, was mit der Wiese passiert und wie sie weiter genutzt wird“, so Frank Kaufmann. „Im Gespräch ist, dass hier Kühe weiden sollen. Wir werden abwarten, wie es sich entwickelt.“

Ganz früh aufstehen mussten am Ostersonntagmorgen die Katholiken, wollten sie ihr Osterfeuer an der Kirche St. Josef sehen. Bereits für 6 Uhr war dort zur Osternacht eingeladen worden. Pastor Gregor Myrda entzündete im Atrium das Feuer und an ihm die Osterkerze. In einer feierlichen Prozession trug er das Licht in das noch dunkle Gotteshaus. Die Messdiener reichten es an die Gläubigen weiter. Beim „Gloria“ stimmte die Orgel in den Gesang der Gläubigen ein, die Schellen der Messdiener und die Glocken begannen wieder zu läuten. Auf das „Gloria“ folgte in der Osterliturgie die Allerheiligenlitanei und die Segnung des Taufwassers.

Gertrud Goldbach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare