Viele Besucher

„Der liebe Gott ist eine Landfrau“ - Frühlingsfest am Ferienhof

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Hunderte von Taschen und Tüchern hatten die Landfrauen zusammen gesammelt – da gab es viele schöne Stücke.

Kierspe - „Der liebe Gott ist eine Landfrau, daher haben wir zu unseren Frühlingsfesten immer gutes Wetter“, freuten sich Bärbel Balke und Sylvia Grafe von den Kiersper Landfrauen und schauten von ihrer Bühne auf die vielen Besucher, die zum Ferienhof Gelzhäuser auf Belkenscheid gekommen waren.

Und es waren sehr viele Besucher gekommen. Schon vor der offiziellen Eröffnung schauten viele Gäste sich auf dem Hof um und verschafften sich einen Überblick über die Angebote. 

Und die waren reichlich und wohlüberlegt. Da gab es einen Stand mit handgemachten Nudeln aus Dinkel in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, einen Stand, bei dem es alles um das Upcycling ging. Hier wurde aus alten Stoffen Neues erschaffen, egal ob Kleidung oder kleine Geldbörsen.

Falkner bringen Uhus und Eulen mit

Großes Interesse, nicht nur bei Kindern, fanden die Falkner. Sie hatten Uhus, Eulen und auch Waldkäuzchen mitgebracht. Diese beobachteten neugierig den Trubel auf dem Gelände, ließen sich aber auch von den Kindern vorsichtig streicheln.

Zahm war das Waldkäuzchen. Es ließ sich sogar vorsichtig von Kindern streicheln.

Auch Dank großzügiger Spenden der Einzelhändler aus Meinerzhagen und Kierspe konnten die Landfrauen eine große Tombola anbieten, bei der jedes Los gewann. An dem Angebot auf dem Frühlingsfest war unschwer zu erkennen, was das Thema des Tages war. „Gib Plastik einen Korb“ hieß es und drei Programmpunkte beschäftigten sich besonders mit ihm.

Vorschläge für plastikfreies Einkaufen

Vorschläge, wie es funktionieren kann, gaben die Lebensmittelkontrolleurin Silvia Schriever und der Kaufmann Georg Offermann aus Kreuzberg. „Die Verbraucher haben uns gezwungen, umzudenken“, so Offermann. „Bei uns bringen die Kunden eigene Behältnisse mit, in die wir die gewünschte Ware legen. Das geht nicht nur bei Käse und Wurst, auch Fisch verkaufen wir so.“ Silvia Schriever betonte, dass es nicht darauf ankommt, ob eine Verkäuferin Einmalhandschuhe trägt oder nicht.

„Wenn sie die Hände regelmäßig wäscht, ist mir so eine Verkäuferin lieber als die andere, die ihre Handschuhe wenig wechselt.“ Doch plastikfrei und umweltbewusst zu leben kann vielerlei bedeuten, darauf wies Katrin Homburg an ihrem Stand hin. 

So plädierte sie für Netze für den Einkauf von Obst und Gemüse, Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie, aber auch dafür, Waschmittel oder Allzweckreiniger selbst herzustellen. Die Rezepte dafür hielt sie an ihrem Stand bereit.

Zahlreiche Besucher folgten der Einladung der Landfrauen auf den Ferienhof in Belkenscheid.

Es war ein gelungenes Frühlingsfest, nicht nur für die Landfrauen, auch für die Besucher. Je älter der Tag wurde, um so mehr Menschen kamen auf den Ferienhof und überall waren die neongrünen T-Shirts der Landfrauen zu sehen. Die Landfrauen kümmerten sich um Vieles. Sie verkauften Wertmarken, Getränke, Kuchen und halfen den Besuchern, falls diese Fragen hatten oder einen bestimmten Stand suchten. Der Erlös des Festes bleibt nicht bei den Landfrauen, er geht an den Werkhof nach Halver und das Kiersper Jugendzentrum.

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