Nach zwei Versuchen den Traumberuf gefunden

+
Die Diagnosetechnik wird zum Tätigkeitsschwerpunkt von Christoph Eichler. ▪

KIERSPE ▪ Zwischenprüfung: sehr gut. Abschlusszeugnis der Berufsschule: sehr gut. Gesamtnote der Abschlussprüfung: gut. Dass der dritte Berufsanlauf zu einem Top-Ergebnis im Traumberuf führen kann, zeigt Eindrucksvoll Christoph Eichler, der auch zukünftig bei seinem Ausbildungsbetrieb Autohaus Knabe sein Können als Mechatroniker unter Beweis stellen kann.

Ursprünglich hatte Christoph Eichler sein Hobby zum Beruf machen wollen. Ein Ausbildungsplatz im IT-Bereich bot ihm dazu auch die Möglichkeit – und mit seinem Fachabitur hatte er die Voraussetzungen geschaffen. Doch nach der Ausbildung war kein Arbeitsplatz zu bekommen.

Im nächsten Anlauf kam dann ein Studium. Doch die Umstellung von dem Diplom- auf einen Bachelor-Studiengang machte diese Pläne zunichte. Eine Prüfung nicht bestanden und an eine Wiederholung war nicht zu denken, weil diese Prüfung in der neuen Studienordnung keinen Platz mehr fand.

„Da habe ich gedacht, ich versuche es noch mal mit der Idee, ein Hobby zum Beruf zu machen“, erzählt der 28-Jährige. Bei mehreren Autohäusern hatte sich der Herscheider nach diesem Entschluss beworben. „Die meisten haben sich viel Zeit gelassen, bevor eine Antwort kam. Bei Knabe war das ganz anders. Da habe ich vormittags das Vorstellungsgespräch gehabt und am Nachmittag kam bereits der Anruf mit der Zusage“, erinnert sich Eichler.

Neben der Betreuung durch Serviceleiter Sascha Kempkes, der sich um alle fünf gewerblichen Auszubildenden in dem Kiersper Autohaus kümmert, und der theoretischen Bildung in der Berufsschule besuchte der angehende Kraftfahrzeug-Mechatroniker zahlreiche überbetriebliche Lehrgänge, die insgesamt mehr als acht Wochen Abwesenheit vom Betrieb erforderlich machten.

„Als wir das Potenzial von Christoph Eichler erkannten, haben wir ihn auch noch für ein spezielles Schulungsprogramm bei Volkswagen angemeldet“, so Azubi-Betreuer Kempkes. Weitere vier Wochen gefüllt mit Wissen rund um die Modelle des Wolfsburger Konzerns folgten – verteilt auf mehrere Monate.

Mit der besten Abschlussprüfung aller Prüflinge seines Jahrgangs aus der Lüdenscheider Berufsschulklasse und dem besten Abschlusszeugnis des Berufskollegs wurde sein Engagement belohnt.

Von seinem Arbeitgeber gab es dann auch noch den Arbeitsvertrag als Geselle obendrauf. Sein Aufgabenbereich wird in Zukunft die Diagnosetechnik sein. Und weil sein Interesse nach wie vor den Computern gilt, wird Eichler sich auch verstärkt um die Informationstechnik in der Werkstatt kümmern. ▪ Johannes Becker

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare