Erdgas ist Thema der vierten Klasse

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Dass Gas nicht sichtbar aber trotzdem vorhanden ist, wurde den Schülern deutlich, als sie unter Anleitung mit Natron und Essig experimentierten. Am Ende wurde ein Ballon aufgeblasen – wie von Geisterhand.

Kierspe - Man sieht es nicht, man hört es nicht – und es ist doch da. Die Rede ist vom Erdgas und das war Thema in der Pestalozzischule. Den Sachunterricht hielt aber keiner der Lehrer, sondern eine Mitarbeiterin der Deutschen Umweltaktion (DUA) – auf Rechnung der Stadtwerke Kierspe.

„Das Thema Klimaschutz wird in Zukunft eine immer größere Rolle in unserem Leben einnehmen. Daher ist es uns ein Anliegen, dass die Kinder die Bedeutung schon früh verstehen und sehen, dass Umweltschutz schon im Kinderzimmer beginnen kann“, erläuterte Christian Lombardi, Prokurist der Stadtwerke Kierspe, bevor es im Raum einer vierten Klasse losging. 

Dass das keine schlechte Idee ist, wurde gleich zu Anfang deutlich, als Catja Dyhr von der DUA danach fragte, was Erdgas eigentlich ist. „Das Erdgas liegt im Boden und wird für die Erderwärmung gebraucht“, war die spontane Antwort eines Viertklässlers. Im Gespräch stellte sich dann heraus, dass er das Richtige meinte, es nur unglücklich ausgedrückt hatte. Doch nach dem Unterricht blieben auch bei allen anderen Kindern keine Fragen offen. 

Gleich zu Anfang gab es einen Versuch, der den Kindern vor Augen führte, dass Gas durchaus vorhanden ist, auch wenn man es nicht sehen oder hören kann – riechen kann man Erdgas schon, da diesem ein Geruchsstoff beigemischt wird. Natürlich setzte Dyhr kein Erdgas ein, um den Schülern die Anwesenheit des flüchtigen Stoffs vor Augen zu führen. Stattdessen mischten Schüler unter ihrer Anleitung Natron und Essig in einer Flasche und verschlossen diese mit einem Luftballon, der sich anschließend wie von Geisterhand aufblies. 

Später wurde es dann aber auch noch theoretisch, aber nie langweilig. Catja Dyhr erarbeitete zusammen mit den Schülern die Auswirkungen des Klimawandels. Sie zeigte ihnen aber auch sehr anschaulich, was auch die Kleinen dagegen tun können. Dazu beschäftigten sich die Viertklässler auch mit dem Thema Erdgas. Ihnen wurde erklärt, woher dieses kommt, wozu es verwendet wird und die Kinder verstanden auch, wie die Heizung im eigenen Zimmer funktioniert – und das diese eine wichtige Rolle beim Energiesparen spielt. Dabei griff die „Lehrerin“ der Deutschen Umweltaktion auf das Modell eines Heizkörpers zurück, um den jungen Zuhörern die Funktion nicht nur zu erklären, sondern sie ihnen auch vor Augen zu führen. 

Die Deutsche Umweltaktion war nicht zum ersten Mal in Kierspe. Bereits zum dritten Mal haben die Stadtwerke den Grundschulen ein Umweltthema als Unterrichtsstunde angeboten. Es sind dabei immer die Schüler der vierten Klassen, die angesprochen werden sollen – so hatte Dyhr gestern auch gleich zwei Doppelstunden an der Pestalozzischule zu leiten. In naher Zukunft wird sie den gleichen Stoff auch noch einmal an der Schanhollenschule vermitteln. 

Im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke den Unterricht zum Thema Elektromobilität finanziert und damals auch das eigenen E-Auto zu Anschauungszwecken zur Verfügung gestellt. In dem Jahr davor war bereits das Erdgas einmal Thema. „Da aber immer die vierten Klassen angesprochen werden, ist eine Wiederholung der Themen kein Problem, sondern sogar von uns gewünscht, damit möglichst viele Schüler etwas zu den Themen lernen“, so Lombardi.

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