Neues Konzept zum Volkstrauertag: Mit 99 Friedensballons

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Das Soldaten-Mahnmal in Rönsahl wird am Sonntag eine besondere Gedenkfeier zum Volkstrauertag erleben.

Rönsahl - Zweifellos werden viele den Text des Liedes von Nena kennen: „99 Jahre Krieg ließen keinen Platz für Sieger; Kriegsminister gibt’s nicht mehr und auch keine Düsenflieger; heute zieh’ ich meine Runden, seh’ die Welt in Trümmern liegen, hab ‘n Luftballon gefunden, denk’ an dich und lass’ ihn fliegen“ – dieses Lied soll am kommenden Sonntag bei der Gedenkfeier zum Volkstauertag in Rönsahl gemeinsam gesungen werden.

Die Freigabe, so heißt es von den Organisatoren der Veranstaltung, von Nena haben sie eingeholt. „Seid dabei, wenn wir den Gedenktag mal anders erleben“, heißt es in der Einladung. Hintergrund ist, dass der Erste Weltkrieg vor 100 Jahren zu Ende ging – aus diesem Grund sollen im Rahmen der Gedenkfeier 99 Luftballons und ein 100. für diesen Tag in den Himmel steigen.

Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag findet am Sonntag ab 9.30 Uhr am Soldaten-Mahnmal statt. „Der Volkstrauertag ist jedes Jahr gleich. Überall wird in besinnlicher Runde ein Kranz niedergelegt und an die gefallenen Kameraden gedacht“, erklärt Manuela Marcus, die als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr an diesen Gedenkfeiern in der Vergangenheit am „moosbewachsenen Soldaten“ teilgenommen hat.

Jüngere Menschen sollen stärker eingebunden werden

Die Zahl der Teilnehmer sei zurückgegangen, Mitglieder des Kirchenchors, Bläserkreises und der Feuerwehr seien in der Mehrheit gewesen. Grund genug für Manuela Marcus und auch Ortsbürgermeister Holger Scheel nachzufragen, warum kaum noch jemand etwas mit diesem Tag anfangen kann.

So wurden in einer kleinen Gruppe Überlegungen angestellt, wie man nicht den Volkstrauertag ändert, aber diesen Mahntag stärkt und dabei auch jüngere Menschen einbinden kann – und dies 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs.

WDR schickt Kamera-Team

Die Gedenkrede, die Holger Scheel und Manuela Marcus am Sonntag halten werden, orientiert sich teilweise an dem Nena-Song. Abschließend wollen die Rönsahler 99 weiße Friedensballons in den Himmel steigen lassen – und einen roten Mahnballon hinterher, um die 100 vollzumachen. Das Vorhaben hat im Übrigen auch den WDR auf den Plan gerufen, der am Sonntag ein Kamera-Team nach Rönsahl schickt.

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