Besinnliche und informative Bläservesper bei der FeG

Zum 12. Mal hatte der Bläserchor der Freien evangelischen Gemeinde zu einer musikalischen Vesper in das eigene Gemeindehaus eingeladen. - Fotos: Goldbach

KIERSPE -  Zum zwölften Mal lud die Freie evangelische Gemeinde am Sonntag zu einer musikalischen Vesper ein. Begonnen hatten die musikalischen Vespern 2002 in einem ganz kleinen Rahmen, damals reichte ein von der Gemeinde bestuhlter Raum vor dem Gemeindesaal völlig aus.

Das hat sich im Laufe der Jahre geändert. Sonntagnachmittag mussten sogar noch Stühle in den Eingangsbereich des Gemeindesaales gestellt werden. Und noch etwas hat sich geändert. Nach zehn Jahren Bläservesper wurde die Veranstaltung im vergangenen Jahr umbenannt in Musikalische Vesper.

Veranstaltungsort war in der Vergangenheit immer der Gemeindesaal der Freien evangelischen Gemeinde, nur 2003 fand die Vesper in der Margarethenkirche statt, zugunsten der damals zu restaurierenden Orgel.

Neben den 17 Bläsern des Bläserchores der Freien evangelischen Gemeinde wirkten am Sonntag das Vokalensemble Vivendi, Frank Bisterfeld an der Querflöte, Katrin Schriever am Klavier und Daniel Triches am Schlagzeug mit. Die Moderation übernahm Ursula Schröder.

Das Progamm versprach besinnliche, informative und unterhaltsame 90 Minuten, und die wurden den Zuhörern auch geboten. Beschwingt ging es los mit „Strike up the Band“ von George Gershwin. Mit den folgenden drei Stücken gingen die Musiker auf den Volkstrauertag ein, der am vergangenen Sonntag begangen wurde. Auch Ursula Schröder nahm diese Thematik auf, erinnerte an Umerziehungslager des letzten Weltkrieges, in dem 6000 Menschen lebten und 150 ihr Leben lassen mussten, aber auch an Martin Graf, der bei der ersten Bläservesper seinen Geburtstag beging.

Wolfgang Amadeus Mozart, Frédéric Chopin und Andrew Lloyd Webber bestimmten den folgenden musikalischen Abschnitt, der vom Vokalensemble Vivendi, Frank Bisterfeld an der Querflöte und Katrin Schriever am Klavier sowie dem Bläserchor gestaltet wurde.

Spirituals lieferten ein weiteres Klangbild. Bläserchormitglied Klaus Seuthe hatte eigens für die Bläser „Ich glaube an Gott“, ein Stück von Ralph Siegel, neu arrangiert, welches den Komponisten in einem neuen Licht erscheinen ließ. Den Part am Schlagzeug übernahm Daniel Triches, der vielen von seinem Einsatz in der Kiersper Big Band bekannt sein dürfte. „Clap your hands“ von Don Besig von Vivendi sowie „Glocken der Weihnacht“ von Christian Sprenger boten eine abwechslungsreiche musikalische Mischung.

Ursula Schröder lockerte den Abend mit besinnlichen Gedichten von Berthold Brecht und Gotthold Ephraim Lessing auf, trug mit einer neuen Version von Dornröschen zur einer anderen Sicht dieses Märchens bei und sorgte lieferte den Zuhörern Informationen zu den Komponisten und Genres.

Gemeinsam mit Chor, Bläsern, Orgel und Gemeinde schloss die Musikalische Vesper mit „Nun wollen wir singen das Abendlied“, einem Stück aus dem Odenwald, das Vivendi, die Bläser und die Gemeinde im Wechsel sangen.

Nach der Vesper verließen die Besucher nicht sogleich das Gemeindehaus. Sie waren noch zu einem kleinen Imbiss eingeladen, den Steffi Bille für diesen Anlass gestiftet hatte. - GeG

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