Firmen werben für ihre Berufe

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Berufsparcours des Arbeitgeberverbands in der Gesamtschule: Hier im Bereich Elektronik/Betriebstechnik bei der Firma Fuchs musste ein Schaltkreis zu einer Wechselschaltung erweitert werden, damit ein beidseitiges Ein- und Ausschalten möglich wird.

Kierspe - Weit mehr als 300 Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 9 und 10 der Gesamtschule Kierspe haben die Gelegenheit genutzt, sich hautnah über mögliche Ausbildungsberufe zu informieren.

Beim Berufsparcours, den der Arbeitgeberverband Lüdenscheid der Metall- und Elektro-Industrie in Kooperation mit dem Technikzentrum Minden-Lübbecke organisiert und den heimischen Schulen anbietet, stellten sieben Unternehmen aus der Region sich und ihre Ausbildungsberufe den Schülern vor. Diese konnten an insgesamt elf Stationen ausprobieren, welche Aufgaben und Herausforderungen vor allem im gewerblich-technischen Bereich ihnen liegen.

Neun Berufe – vom Verfahrensmechaniker im Bereich Kunststoff und Kautschuk über Zerspanungs- und Industriemechaniker bis zu Mechatronikern oder Elektronikern – wurden vorgestellt. Erstmals mit einem Stand dabei war auch die Agentur für Arbeit, die ihre Ausbildungsberufe vorstellte, aber auch auf die Möglichkeiten der Ausbildungs- und Studienberatung verwies. Karin Ressel vom Technikzentrum, die den Berufsparcours begleitet und organisiert, lobte die ruhige und arbeitsintensive Atmosphäre im PZ der Schule.

Sowohl die Jugendlichen als auch die Vertreter der Unternehmen hatten sich nach ihren Beobachtungen gut auf diesen Tag vorbereitet. Angesichts des Fachkräftemangels werde es für die Firmen immer wichtiger, sich bei den Schülern und Schülerinnen vorzustellen und selbst aktiv zu werden, anstatt auf Bewerbungen zu warten. Bei Bedarf unterstützt und berät Karin Ressel Unternehmen bei der Konzeption ihrer Aufgaben für den Berufsparcours. Längst gehe es nicht mehr nur darum, dass die Schüler sich auf ihren Laufzetteln mit Schulnoten notieren, welche Firma beim Parcours ihnen wie gefallen hat. Auch den Mitarbeitern der Unternehmen rät Karin Ressel, sich die Namen der Schüler zu notieren, bei denen sie den Eindruck hatten, dass der Beruf der richtige sein könnte und vor allem auch die Chemie stimme. Eine Einladung oder Bewerbung zum Praktikum, um sich besser kennenzulernen, sei für beide Seiten ein weiterer wichtiger Schritt zu einer Ausbildungsstelle.

Darauf setzt auch Lehrerin Sarah Eberz, die an der Gesamtschule für die Berufsvorbereitung in den neunten und zehnten Klassen zuständig ist. Für die Neuntklässler stehen in diesem Jahr die Praktika an. Im zehnten Schuljahr können die Jugendlichen noch ein weiteres freiwillig absolvieren. Daneben gibt es an der Schule eine Klasse mit Langzeitpratika, die im Anschluss an einen mehrwöchigen Aufenthalt in der Firma einen Arbeitstag pro Woche vorsehen.

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