Berufsfelderkundung

Tagespraktikum in Kiersper Unternehmen

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Tjorven Seppelt hat im Oktober 2014, damals als Achtklässler, im Rahmen der Berufsfelderkundung ein Praktikum bei der Firma Damm und Rademacher absolvierte. Nun geht die Aktion ins dritte Jahr.

Kierspe - „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist das Motto des Übergangssystems Schule-Beruf, das der Ausbildungskonsens NRW gemeinsam mit allen beteiligten Partnern auf den Weg gebracht hat. Vorrangiges Ziel der Landesinitiative ist die Fachkräftesicherung in der Region.

Zwei Jahre ist das nun her – und die vergangenen Jahre waren aus Sicht der Initiatoren äußerst erfolgreich. Nun geht die Berufsfelderkundung im Märkischen Kreis in diesem Jahr in die dritte Runde: Rund 2250 Schülerinnen und Schüler werden in der Zeit von Anfang April bis Anfang Juli an den betrieblichen Schnuppertagen teilnehmen.  Damit alle Schüler einen geeigneten Platz finden können, werden knapp 5000 Plätze in Unternehmen benötigt – auch in Kierspe. 

Ausbildungsbetriebe stellen häufig fest, dass Jugendliche zu wenig über Berufe wissen oder dass ihre Vorstellungen stark von der Realität abweichen. Besonderen Schwerpunkt legt das Übergangssystem daher auf das Kennenlernen betrieblicher Strukturen und Anforderungen. 

Ab der achten Klassen verschiedene Berufsfelder kennenlernen

Ausgehend von einer Potenzial-Analyse sollen die Jugendlichen bei der Berufsfelderkundung die Möglichkeit erhalten, bereits in der achten Klasse unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen, die ihren persönlichen Stärken und Neigungen entsprechen. Dadurch werde betrieblicher Alltag erlebbar und erste Kontakte zwischen Betrieb und potenziellen Auszubildenden könnten geknüpft werden. 

Ausbildungsplätze würden häufig bereits nach nicht einmal der Hälfte der Ausbildungszeit wieder frei – durch Kündigung, Abbruch oder Umorientierung. Meist werde dann ein komplett anderes Berufsfeld gewählt, weiß der Märkische Kreis. Dies bringe den Unternehmen und auch dem jungen Menschen nichts – außer verschenkte Zeit und eine schlechte Erfahrung für beide Seiten.

Das Landesvorhaben solle genau solchen Fällen frühzeitig entgegenwirken. Gut vorbereitet durch eine individuelle Potenzial-Analyse und schulischer Beratung, könnten die Schüler die für sie geeigneten Berufsfelder für ihre Berufsfelderkundungstage auswählen. Um dies zu ermöglichen, werde ein breites Angebot unterschiedlicher beruflicher Tätigkeiten benötigt. 

Ob im Handwerksbetrieb, der Kanzlei oder im Großunternehmen – alle Bereiche könnten dazu beitragen, dass die Schüler einen Einblick in die berufliche Wirklichkeit bekommen und einmal hinter die Kulissen schauen könnten. 

Nachwuchs von Fachkräften fördern 

Die Berufsfelderkundung sei eine gute Möglichkeit für Betriebe, junge Menschen über ihre Branche und die Ausbildungsangebote zu informieren. „So ist die Berufsfelderkundung ein geeigneter Schritt, den Nachwuchs von Fachkräften zu fördern“, heißt es seitens des Kreises. Der Aufwand für diese Berufsfelderkundungstage halte sich für alle Beteiligten in Grenzen. Der zeitliche Umfang eines Erkundungstages entspreche einem Schultag. 

Die Berufsfelderkundung kann für einzelne Jugendliche oder auch für kleine Gruppen von den Betrieben angeboten werden. Unternehmen, die Berufsfelder zum „Schnuppern“ in ihrem Betrieb anbieten möchten, könnten diese im Buchungsportal unter www.berufsfelderkundung-mk.de eintragen, heißt es seitens des Märkischen Kreises. Die Benutzeroberfläche des Buchungsportals sei ansprechend und übersichtlich gestaltet. Sie ermögliche eine gezielte Zusammenführung von Betrieb und Schüler.

Weitere Informationen erhalten interessierte Unternehmen bei der Kommunalen Koordinierung des Märkischen Kreises. Ansprechpartner: Michael Herget, Tel. 0 23 51/9 66 65 20 (m.herget@maerkischer-kreis.de) und Birgit Luther, Tel. 0 23 51/9 66 65 18 (b.luther@maerkischer-kreis.de). 

Weitere Infos gibt es unter:

www.berufsfelderkundung-mk.de.

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