„Berufe hautnah“ in der Gesamtschule Kierspe

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„Wie groß ist das Gefälle?“ Eine Kiersper Straßenbaufirma stellte den Schülern diese Frage. ▪

KIERSPE ▪ Es wurde getestet, geschrieben, gerechnet, geredet und ausprobiert. Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 und 9 der Gesamtschule Kierspe konnten insgesamt 23 Ausbildungsberufe auf eine völlig neue Art und Weise erleben. „Berufe hautnah“ hieß die Veranstaltung, die am Donnerstag, 10. Februar, im Pädagogischen Zentrum der Schule zum zweiten Mal nach 2009, von den Wirtschaftsjunioren organisiert, stattfand.

23 Unternehmen aus Lüdenscheid, Halver und Kierspe sorgten für ein buntes Angebot an vorgestellten Ausbildungsberufen. Handwerkliche Berufe wie der des Industriemechanikers oder Straßenbauers waren ebenso vertreten, wie Berufsbilder aus dem sozialen Umfeld und dem Gesundheitsbereich. Ziel der Veranstaltung ist es, Berufe erlebbar zu machen und Schülern eine Orientierung für das spätere Berufsleben zu geben. Der Parcours sah für die Schüler Aufgaben in Theorie und Praxis vor, die typisch für das Arbeitsfeld sind. Eine Frage aus dem Berufsbild des Straßenbauers lautete an diesem Vormittag beispielsweise: „Wie groß ist das Gefälle, wenn ein zehn Meter breiter Parkplatz, einen Höhenunterschied von 50 Zentimetern aufweist?“

Mit Hilfe eines Fragebogens konnten die Schüler abschließend die einzelnen Stationen der Unternehmen bewerten. Zudem wurde vom Veranstalter bei den Teilnehmern aus insgesamt 14 Schulklassen abgefragt, ob die Inhalte vermittelt und die anstehende Berufswahl unterstützt wurde.

„Schüler und Schülerinnen von Heute sind unsere Fachkräfte von Morgen.“, erklärt Ilka Greis, Leiterin des Arbeitskreises „Wirtschaft hautnah“ der Wirtschaftsjunioren. Mit großem Erfolg wurde diese Veranstaltung bereits zum zweiten Mal in der Gesamtschule Kierspe durchgeführt. Zudem haben die Wirtschaftsjunioren „Berufe hautnah“ auch in Lüdenscheid mehrfach mit Schulen organisiert.

Für die Kiersper Unternehmen Pollmann & Sohn GmbH & Co. KG, Tischlerei Schmale, IT-Service Käsler, Malerbetrieb Schulz+Witt, Volksbank Kierspe, Autohaus Knabe, Stadtverwaltung Kierspe, Kriesten Tief- und Straßenbau, AOK Kierspe und Elektro Eichhoff gab es erste Kontakte zu künftigen Nachwuchskräften. Ilka Greis bedankte sich nicht nur bei den aktiven Unternehmen, sondern auch bei den Schulen. So stellte Berufskoordinator Hans-Georg Englmann nach dem Erfolg der ersten Veranstaltung auch für die Zweitauflage die Räumlichkeiten zur Verfügung.

In den letzten Jahren hat der Arbeitskreis die Zusammenarbeit mit den Schulen vertieft. Neben Veranstaltungen wie diesem Parcours, Betriebsbesichtigungen oder Workshops für Kommunikationstraining stehen die Mitglieder in engem Kontakt mit den zuständigen Lehrern für die Berufsorientierung an den Schulen.

Die Zusammenarbeit verfolgt praxisorientierte Ansätze. „Die Intention ist, mehr Verständnis für einander zu schaffen. Für die Unternehmen ist es wichtig, die notwendigen Anforderungen für die ihre Firmen aufzuzeigen. Die Schulen schaffen aber auch Transparenz für die Firmen dahin gehend, welche berufsrelevanten Inhalte an den Schulen vermittelt werden“, so Ilka Greis.

Weitere Aktionen seien geplant, wie Greis, Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens, versprach. ▪ Volker Gogoll

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