Adventsbasar: Gut besucht, aber nicht überlaufen

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Diesen Adventskranzweckt das Interesse der beiden jüngeren Besucher des Adventsbasars im Schleiper Hammer.

Kierspe - Zum 24. Mal hatte der Heimatverein zum Adventsbasar in den Schleiper Hammer eingeladen. Inmitten von alten Schmiedewerkzeugen, Hämmern und Drehbänken leuchteten Schwibbögen, Holzengel, Adventskränze und die Laterna Magica. Viele der Aussteller kommen schon lange auf diesen Weihnachtsmarkt und lieben das besondere Flair dieses alten Industriegebäudes.

Seit 20 Jahren ist Dagmar Nockemann-Oellner aus Kierspe mit ihren Holzarbeiten im Schleiper Hammer vertreten. Sie und ihr Mann lassen sich jedes Jahr immer wieder etwas Neues um das Thema Holz einfallen. Mal waren es die Kiersper Schanhollen, die einen roten Mantel bekamen und der Jahreszeit angepasst gekleidet waren, mal waren es Säulen mit einem Teelicht obenauf oder auch Knut, der kleine Eisbär, kam als Nikolaus daher. In diesem Jahr haben sich beide auf das Thema Engel konzentriert. 

Nicht nur zufriedene Gesichter Lucia Ernst aus Marienheide hingegen ist seit 2001 mit dabei. Sie töpfert gerne und hatte vieles für Haus und Garten auf ihren Tischen stehen. Verrückte Hühner, Trolle, Engel oder Herrn Schmidt und Herrn Müller, ihre Lieblingsfiguren. Genau wie Dagmar Nockemann-Oellner ist sie nur auf dem Adventsbasar im Schleiper Hammer zu finden. Ein wenig traurig ist sie über die fehlende Nachfrage schon. „Es läuft nicht mehr“, bedauert sie und viele ihrer Kreationen landen nach mehrmaligem Anbieten direkt in der grauen Tonne. 

Eine Frau der ersten Stunde ist Beate Hoppe mir ihrer selbstgesponnenen Wolle. Dieses Mal hat sie Wolle des rauwolligen Pommernschafes dabei, einer Schafrasse, von der es früher mehr als eine halbe Million Tiere gab und die bis vor einigen Jahren auf zwei Böcke und fünf Mutterschafe zurückgegangen sind. 

Peter Riecke zeigte in bewegten Bildern mit originaler Grammophonuntermalung historische Fotos mit seiner Laterna Magica.

Inzwischen werden sie aber nachgezüchtet und es gibt jetzt bundesweit wieder mehr als 500 Tiere. „Die Wolle dieser Schafe finde ich besonders schön, da die Schafe verschiedene Wollfarben haben“, begeistert sich Beate Hoppe. Mit ihr zusammen Wolle spinnen, das können die Besucher des kleinen Weihnachtsmarktes auf dem Heed in zwei Wochen. 

Dann hat sie ihr Spinnrad dabei und bringt Interessierten das Spinnen bei. Zu den Stammausstellern im Schleiper Hammer gehören auch Rita und Rudi Räbsch. Seit gut zehn Jahren machen sie hier mit. Bei ihnen gibt es Schwibbögen, auch solche mit dem Motiv der Servatius- oder der Margarethenkirche. 

Beide konnten beobachten, dass sich der Adventsbasar bis in das Umland herumgesprochen hat. „Wir haben heute schon mit Besuchern aus Schalksmühle und aus Plettenberg gesprochen“, berichteten beide. Ein besonderes Highlight aber war die Laterna Magica. 

Viele unterschiedliche Modelle hatte ihr Meister Peter Riecke aus Neuenrade, der „letzte Mohikaner“ unter den Projektionstechnikern, mitgebracht. „Die älteste Laterna Magica ist von 1850“, berichtete Peter Riecke. „Die älteste Projektionsplatte von 1820.“ Es ist eine Kunst, die Bilder zusammenzustellen und passende Musik dafür aufzubauen. 

So verfolgten viele Weihnachtsmarktbesucher seine Vorstellungen und schauten so dem Film in die Wiege. Umgeben von alten Arbeitsgeräten und Maschinen hat der Adventsbasar nach wie vor eine besondere Atmosphäre. Viele der Besucher haben es als angenehm empfunden, dass der Basar zwar gut besucht aber nicht überlaufen war.

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