Märkische Werkstätten errichten einen Neubau

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Umfangreiche Erdarbeiten laufen derzeit zur Vorbereitung des Geländes für den Neubau der Märkischen Werkstätten im Gewerbegebiet Kiersperhagen, denn es ist eine Einebnung und ein Niveauausgleich erforderlich. ▪

KIERSPE ▪ Die Märkischen Werkstätten wollen nächstes Jahr mit ihrer Behinderteneinrichtung, die bislang in Rönsahl an der Straße Vor dem Isern ansässig war, in neue Räume umziehen. Dann wird ein neues komplett eingeschossiges und damit ebenerdiges Gebäude zur Verfügung stehen. Die Arbeiten haben in dieser Woche begonnen.

Das Projekt war in Kierspe schon einmal am Hammerkamp geplant und auch im Gewerbegebiet Kiersperhagen war es bereits an anderer Stelle zwischen den beiden Firmen SuK und Goletz vorgesehen. Jetzt aber wird ein 9000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen SuK und der B 237 planiert. Mit den Erdarbeiten im Vorfeld der Hochbaumaßnahme wurde in dieser Woche begonnen. Wenn sie abgeschlossen sind, so kündigt der Bauleiter Diethelm Thielemann aus Bochum an, werde es erst einmal vorübergehend wieder ruhig, denn im Rahmen der Konsolidierung muss die angeschüttete Erde erst verdichtet werden, um dann bebaut werden zu können. Die Fertigstellung des Objekts ist für Sommer 2014 vorgesehen.

Errichtet wird ein Gebäude mit eine überbauten Fläche von 3200 Quadratmetern, das vor allem einen Montagebetrieb für Kunststoffteile und Metallhalbware beherbergen wird. Dadurch, dass hier dann alles in einer Halle untergebracht ist, könne natürlich die Produktionsabläufe optimiert werden. Auch Verpackungsarbeiten werden für die heimische Industrie übernommen. „Extra wurde ein großes Lager mit 300 Palettenstellenplätzen vorgesehen, um für die Kunden besser disponieren zu können“, macht Richard Raatz, Leiter der Märkischen Werkstätten, aufmerksam. Er freut sich, dass es endlich soweit ist und das Vorhaben umgesetzt werden kann. Denn dadurch werden die Arbeits- und Betreuungsbedingungen deutlich verbessert.

Integriert wird in dem Komplex außerdem ein Bereich für Schwerstmehrfachbehinderte, den es bislang am Standort Rönsahl noch nicht gab. Gegenwärtig wird dieser Personenkreis in Lüdenscheid betreut, wodurch sich künftig für diesen nähere Anfahrten ergeben. Insgesamt, so Raatz, werden in dem neuen Gebäude rund 130 Mitarbeiter beschäftigt sein, neben denen aus Rönsahl noch etwas mehr als zehn Personen aus Lüdenscheid.

Zum Konzept gehört auch, dass die Menschen mit Behinderungen in der Einrichtung natürlich nicht nur beschäftigt, sondern auch betreut werden, sowie dass sie ein warmes Mittagessen erhalten. So ist ebenfalls eine Kantine eingeplant. Im Hause werden zudem berufliche Qualifierungsmaßnahmen durchgeführt, wofür es ebenfalls Räume gibt. Zu den Märkischen Werkstätten zählt weiterhin eine Grünkolonne, die in Kiersperhagen ihren kleinen Bauhof und ihre Sozzialräume haben wird.

Das eingeschossige Gebäude wird entlang der B 237 90 Meter messen und 38 Meter tief sein. Errichtet wird eine Rampe für die Anlieferung. Auf dem Gelände laufen zurzeit umfangreiche Erdbewegungen und zur Straße hin erfolgt eine Anschüttung, so dass dort eine sechs Meter hohe Böschung entsteht. Auf dem Gelände befinden sich neben den umfangreichen Verkehrsflächen, denn auch größere Lastwagen fahren die Märkischen Werkstätten öfter an, ausreichend Stellplätze: „Insgesamt sind 23 vorgesehen“, wie der städtische Planer Rainer Schürmann beim Blick in den Bauantrag berichtet.

Rolf Haase

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