Voraussetzungen für neues Gewerbegebiet schaffen

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Zwischen dem Gewerbegebiet Meienborn und der Hauptstraße sollen Firmen die Möglichkeit bekommen, neue Gewerbebetriebe zu errichten. Diesem Plan muss die Bezirksregierung aber noch zustimmen.

Kierspe - Die Stadt verzichtet auf die gewerbliche Nutzung einer zirka 8,5 Hektar großen Fläche und erhält dafür eine 3,8 Hektar große und zusammenhängende Gewerbe- und Mischbaufläche. Was aussieht wie ein schlechter Tausch, ist die einzige Chance, ein zusammenhängendes Gebiet zu erschließen.

Außerdem kann auf den Flächen, die „zurückgegeben“ werden, letztlich kein Betrieb bauen. Vom 15. bis 19. Juni werden die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung über die Umwandlung der bisher für die gewerbliche Nutzung vorgesehenen Flächen beraten.

Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten

Im einzelnen sind das Grundstücke in Sessinghausen, auf dem Gelände des Volme-Freizeitparks, bei der Firma Hohage, in Werkshagen, am Tulpenplatz, die Bremicker Wiesen, am Reidemeisterweg, in Wildenkuhlen/In der Helle und Neuenhagen. In Zukunft werden diese Flächen so ausgewiesen, dass sie der Landwirtschaft zur Verfügung stehen, als gemischte Bauflächen genutzt werden können, oder einfach nur zur öffentlichen Grünfläche werden.

„Realistisch gesehen hätten wir sowieso keine Möglichkeit gehabt, diese Flächen Gewerbetrieben zur Verfügung zu stellen, weil entweder der Eigentümer keine Bereitschaft zu einem Verkauf zeigt oder auch, weil sie mittlerweile an einem Ort liegen, wo eine ganz andere Nutzung geplant ist, wie beispielsweise durch den Freizeitpark“, erklärt Rainer Schürmann, Leiter des Sachgebietes Bauverwaltung und Planung.

"Zugeständnis an Bezirksregierung"

Schürmann: „Wir kämpfen ja bereits seit Jahren um diese Fläche, doch bislang hat uns die Bezirksregierung in Arnsberg eine Ausweisung für gewerbliche Nutzung nie zugestanden, weil wir noch Überhänge haben – zu denen auch das interkommunale Gewerbegebiet Grünewald gehört. Doch dort möchten wir möglichst Firmen ansiedeln, die von außerhalb kommen, und es nicht für Firmen verwenden, die innerhalb von Kierspe umziehen und neubauen möchten. Durch den Tausch geben wir mehr Flächen zurück als wir bekommen. Das war unser Zugeständnis an die Bezirksregierung.“

Wohnbaufläche und gewerbliche Nutzung

Die neue Fläche in Rönsahl, die sich zwischen dem Gewerbegebiet Meienborn und der Hauptstraße befindet, ist 3,8 Hektar groß. Nach jetzigem Stand sind davon 2,1 Hektar als Wohnbauflächen und 1,7 Hektar als gemischte Bauflächen für gewerbliche Nutzung und Wohnbebauung vorgesehen. Nach einer Änderung des Flächennutzungsplanes sollen 3,1 Hektar für gewerbliche Nutzung reserviert werden können und 0,7 Hektar für gemischte Bauvorhaben.

Nach der Aussage des Stadtplaners hat die Bezirksregierung ihr Einverständnis signalisiert und man rechne mit einer endgültigen Genehmigung im Laufe des Jahres 2015. Schürmann: „Danach beginnt aber dann erst das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes, zu dem unter anderem die Bürgerbeteiligung gehört. Danach muss noch ein Bebauungsplan aufgestellt werden.“

Erste Gespräche mit möglichen Nutzern

Da jedoch einige dieser Schritte parallel laufen könnten, rechnet Schürmann mit einem Baubeginn durch das erste Unternehmen in frühestens einem Jahr. „Derzeit gibt es allerdings noch keine konkreten Planungen von Unternehmen, es haben jedoch schon erste Gespräche stattgefunden, unter anderem mit einem Unternehmen aus Wipperfürth“, erklärt Schürmann.

GWK entschied sich für Standort Meinerzhagen

Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung die Fläche in Rönsahl ins Gespräch gebracht, um dort der Firma GWK einen Bauplatz für einen neuen Firmensitz zur Verfügung stellen zu können. Doch das Kiersper Unternehmen hatte sich letztlich gegen einen Neubau in Kierspe und für einen Umzug in bestehende Hallen und Verwaltungsgebäude in Meinerzhagen entschieden.

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