Bender und Wirth stellt auf „Light & Building“ aus

Präsentieren ihr Unternehmen auf der Messe Light & Building in Frankfurt: Hermann (r.) und Martin Bender.

KIERSPE ▪ Mit der gesamten Leuchtenindustrie wurde auch der Kiersper Hersteller von Leuchtenfassungen Bender und Wirth von der Krise hart getroffen. Doch mittlerweile sieht sich das Unternehmen wieder auf einem guten Kurs und präsentiert auf der Messe „Light & Building“ Neuheiten.

„Vor allem, um in Kontakt mit ausländischen Kunden zu kommen, ist ein Besuch auf der Messe „Light & Building“ für uns sehr wichtig. In Deutschland kennen wir den Markt genau und die potentiellen Kunden kennen uns“, so Martin Bender, Geschäftsführer des Kiersper Unternehmens Bender und Wirth, der aber auch die Bedeutung der Messe für die Kontaktpflege zu bestehenden Kunden betont: „In Frankfurt kommt es immer wieder zu interessanten Gesprächen. Außerdem wechseln unsere Ansprechpartner in den Unternehmen immer mal wieder. Auf der Messe besteht dann die Möglichkeit, sich persönlich kennenzulernen.“

Der Traditionsbetrieb ist laut Auskunft der Frankfurter Messe der einzige heimische Betrieb, der auf der Fachmesse in der Mainmetropole anzutreffen ist. Bereits als diese Messe noch „Weltlichtschau“ hieß und alle zwei Jahre im Rahmen der Hannover-Messe in der niedersächsischen Hauptstadt stattfand, waren die Kiersper immer dabei.

Seit mehr als 110 Jahren stellt Bender und Wirth Lampenfassungen her. Als Hermann Bender und Carl August Wirth das Unternehmen 1899 gründeten, war es gerade einmal 20 Jahre her, dass Thomas Edison die Glühlampe erfunden hatte.

Und während in den ersten Jahren noch ganz auf den Massenmarkt gesetzt wurde, sind es nun vor allem Spezialprodukte, die zum großen Teil mit den Lampenherstellern entwickelt und in den Hallen an der Volmestraße gebaut werden. So finden sich im Entertainmentbereich des Unternehmens Fassungen, die in Scheinwerfern und Studiolampen Verwendung finden.

Doch nach wie vor ist es der Bereich „Technische Leuchten“, mit dem in Kierspe der meiste Umsatz gemacht wird. Dabei handelt es sich um Fassungen für Leuchten, die beispielsweise in der Laden- und Hoteleinrichtung ihren Platz finden. Aber auch die Leuchten, mit denen Fabrik- oder Flugzeughallen ausgeleuchtet werden, fallen in diesen Bereich.

Insgesamt, so schätzt Martin Bender, gebe es in den Bereichen, in denen das Unternehmen tätig ist, noch fünf Hersteller, „wobei wir aufgrund unserer Größe extrem flexibel sind und sehr schnell reagieren können.“

Das wird sicher in Zukunft auch noch wichtiger werden, da sich der Leuchten- und Lampenmarkt durch die LED-Technik in einem Umbruch befindet. „Die LED braucht keine Fassung im klassischen Sinn“, so Bender, der aber auch auf die Erfolge des Kiersper Betriebes in diesem neuen Betätigungsfeld verweist. So stellte das Unternehmen eine „Spezialfassung“ für eine organische LED her, die von Philips entwickelt wurde, heute baut das Unternehmen an der Volmestraße aber nicht nur die Fassung, auch Rahmen und Kontaktierung werden in Kierspe erledigt.

Am Ende verlässt ein komplett fertiges Produkt die Versand-Abteilung bei Bender und Wirth. „Dieser Auftrag zeigt, dass wir längst Partner der ganz Großen im Leuchtengeschäft sind und wir uns erfolgreich in dem neuen Geschäftsbereich bewegen“, so Bender, der ausführt, dass es ja auch bei der LED Verbindungstechnik gebe, und diese sehr präzise gearbeitet sein müsse, da nur mit geringen Spannungen und Stromstärken gearbeitet werde. Trotzdem werde aber der klassische Markt keinesfalls vernachlässigt. So präsentiere man auf der Messe eine Fassung für ein völlig neues Lampensystem. Um was es sich genau handelt, konnte Wirth im Vorfeld der Frankfurter Schau noch nicht sagen. Gleiches gilt auch für eine neues System, das die Firma mit einem Partner gemeinsam vorstellt. Dabei handele es sich um eine Einheit, in der Fassung, Lampe und Reflektor zusammengefasst seien und die neue Formen der Beleuchtung ermögliche.

Doch trotz all dieser Erfolge will Martin Bender nicht verheimlichen, dass auch das Kiersper Unternehmen von der Krise getroffen worden sei, „wie die gesamte Leuchtenindustrie“. Reagiert wurde darauf mit Kurzarbeit in Teilbereichen und dem Abbau von Personal.

„Die Langfristigkeit ist einfach nicht mehr gegeben. Gefragt ist stattdessen Schnelligkeit und Flexibilität. Vor allem kommt es für uns auf kurze Entwicklungszeiten und einen dynamischen Vertrieb an. Und da sind wir sehr gut aufgestellt. Zum einen konzentriert sich das Know-how auf sehr wenige Leute, die dann schnell reagieren können, zum anderen können wir in kurzer Zeit hohe Qualität liefern.

Die Firma Bender und Wirth ist auf der Messe „Light & Building“ in Frankfurt/Main vom 11. bis 16. April in Halle 4.0 an Stand B21 zu finden. ▪ jobek

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