Bender + Wirth baut Stellen ab

KIERSPE - Die Geschäftsleitung von Bender + Wirth hat aufgrund nachhaltiger Veränderungen im Leuchtenmarkt die Restrukturierung der Produktionsprozesse in Kierspe beschlossen. „Von dieser Maßnahme sind neun Arbeitsplätze betroffen“, erklärt Geschäftsführer Martin Bender auf Anfrage unserer Zeitung.

Von Matthias Clever

Seit mehr als 100 Jahren beliefert Bender + Wirth die internationale Leuchten-Industrie mit Fassungen für die elektrische Kontaktierung. Die zunehmende Verwendung von Leuchtdioden (LED) zu Beleuchtungszwecken habe eine massive Umstrukturierung in der gesamten Leuchtenindustrie ausgelöst. Elektromechanische Anschluss-Systeme (Lampenfassungen) werden durch elektronische Systeme ersetzt. Bender: „Dieser Technologiewechsel führt dazu, dass ganze Fertigungsbereiche bei Bender + Wirth entfallen, beziehungsweise durch externe Zulieferer ersetzt werden.“

Ziel dieser Maßnahmen sei es, das Unternehmen auf die veränderten Anforderungen anzupassen und das langfristige Überleben des Unternehmens sowie der verbleibenden Arbeitsplätze sicher zu stellen. Nach dem Stellenabbau hat das Unternehmen noch 23 Angestellte. Pläne, den Unternehmenssitz an der Volmestraße 161 aufzugeben und in ein kleineres Gebäude zu ziehen, gebe es nicht.

„Wir müssen hart kämpfen, aber ich sehe gute Aussichten, dass wir in stabiles Fahrwasser kommen“, äußert sich Martin Bender.

Dazu will das Unternehmen das Geschäft nun weiter auf LEDs ausrichten. „Gemeinsam mit den führenden Herstellern entwickeln wir neue Sockelsysteme für konventionelle Lichtquellen und innovative LEDs“, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens.

Von der Umstellung auf die Technologie sei die gesamte Branche betroffen. Ein Kollege hätte vor Kurzem die Auswirkungen auf die Branche mit der Einführung das elektrischen Lichtes verglichen.

Nicht nur der Kiersper Standort ist von der Umstrukturierung betroffen. Informationen unserer Zeitung, dass der Standort in Thüringen Insolvenz angemeldet hat, bestätigte Bender. Nachdem Rückgang der Aufträge, sei es dem Unternehmen nicht gelungen, den Ausfall zu kompensieren. „Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich aber nicht mehr dazu sagen.“

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