Belmonte-Brüder investieren 1,7 Millionen in Waschanlage

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Gut 20 000 m² Restfläche im Gewerbegebiet Hammerwiesen, warten noch auf ihre Besiedlung.

Kierspe - Ab Anfang des kommenden Jahres kann im Gewerbegebiet Hammerwiesen mit modernster Technik „Autopflege“ betrieben werden. Vor gut zehn Jahren hatte die Stadt Kierspe das Gelände an der Bundestraße 54 erschlossen. Damit sollte der Firma Jürgens die Möglichkeit eröffnet werden, dort ein Autohaus zu errichten. Seitdem tat sich auf dem Grundstück nichts. Bis jetzt.

Von Jochen Helmecke

In der ersten Jahreshälfte 2014 erwarb die Belmonte GbR aus Halver die „städtische Teilfläche“, mit einer Größe von 5200 Quadratmetern.

Wie bereits in Halver seit gut 15 Jahren in Betrieb, planten die beiden Brüder Thomas und Stefan Belmonte auf der „Hammerwiese“ den Bau eines 900 Quadratmeter großen Autowaschzentrums.

Dabei kümmerte sich um die „fachliche“ Ausgestaltung ihrer Vorstellungen die SKV Bauplanungsgesellschaft aus Kierspe. Gesellschafter Bernard Schölzel erstellte gemeinsam mit Projektleiterin Sarah Wigger die notwendigen Plangrundlagen. Nicht nur wegen der besonderen örtlichen Verhältnisse durch die Nähe der Volme waren hierzu zahlreiche Abstimmungsgespräche nötig und umfangreiche Genehmigungen einzuholen.

Mitte August konnte es dann mit dem ersten Spatenstich losgehen (wir berichteten).

Das Meinerzhagener Tiefbauunternehmen Falz begann direkt mit der Planierung des Areals und den Ausschachtungsarbeiten. Wobei die rund 5500 Kubikmeter Erdaushub hieraus sowohl in Kiersperhagen, als auch am Fachmarkt-Zentrum Wildenkuhlen „verteilt“ wurden.

Besonders die „Einbindung“ heimischer Unternehmen ist den Bauherren und den Planern bei dem Projekt wichtig gewesen.

So wurden die Gründungsarbeiten von der Kiersper Hochbaufirma Schmidt und Pauls durchgeführt und die Stahlkonstruktion mit Isowandverkleidung von der Kiersper Firma Pfitzner errichtet. Und auch den sparsamen Verbrauch der Ressourcen behielt man im Blick.

Zur Warmwasseraufbereitung werden Sonnenkollektoren eingesetzt, die sich mit einer Fläche von rund 70 Quadratmetern auf dem Gebäudedach befinden. Zusätzlich steht für die Energieversorgung Propangas und natürlich Strom zur Verfügung. Gerade Letzteres erforderte eine „größere Investition“, im etwa 1,7 Millionen teuren Projekt.

Pro Waschgang 450 Liter Wasser

Die beiden Brüder Belmonte „leisten“ sich, wie zu guten alten Modelleisenbahnzeiten, einen eigenen Trafo. Dieser fällt naturgemäß etwas größer aus und kostet 57 000 Euro. Mit der neuesten Waschanlagentechnik, mit umweltschonender Wasseraufbereitung, benötigt man demnächst für einen Waschgang 450 Liter Wasser. Zwei Drittel hiervon wird jeweils wieder aufbereitet in den „Waschkreislauf“ eingeleitet. Dieses geschieht durch eine Abscheider- und Aufbereitungsanlage mit insgesamt zehn Behältern, aus der am Ende das Wasser auch „regelgerecht“ in den Abwasserkanal eingeleitet werden kann. Große Teile des normalen Oberflächenwassers aus Regen- und Schneefall, werden auf dem Grundstück versickert.

„Wir gehen davon aus, dass wir das Gebäude bis zum Jahresende dicht haben und dann mit dem technischen Innenausbau beginnen können“, so Bernard Schölzel.

Dieser wird es mit seiner umfangreichen Regel- und Steuertechnik für die 40 Meter lange Waschstraße, in der in der Stunde bis zu 90 Fahrzeuge hintereinander „durchgezogen“ werden können, in sich haben. Zur Unterbringung steht hierfür ein 65 Quadratmeter großer Raum im Gebäudekomplex zur Verfügung. Vier SB-Waschplätze und zwölf SB-Saugerplätze, sowie der Bürotrakt, gehören ebenfalls zur Anlage. Lässt die Witterung es in den nächsten Wochen zu, sollen die Zuwegungen, Fahrgassen und Aufstellflächen gepflastert werden. Eine „zwingende“ nötige Arbeit, um den anvisierten Eröffnungstermin in den ersten Monaten 2015 einhalten zu können.

Vielleicht wird sich danach durch die Eröffnung eine gewisse Sogwirkung für potenzielle Grundstücksinteressen in der unmittelbaren Nachbarschaft einstellen. Dort stehen noch insgesamt 19 800 Quadratmeter zur Bebauung bereit.

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