Bekämpfung der Herkulesstaude

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Zur jährlich im Frühjahr angesagten Bachbegehung mit Auflistung der im Bach- und Uferbereich angefallenen Schäden trafen sich Mitglieder des Wasser- und Bodenverbandes Rönsahl am Donnerstagmorgen. ▪

RÖNSAHL ▪ Zur alljährlich im Frühjahr anstehenden Bachbegehung trafen sich am Donnerstagmorgen Mitglieder des Wasser- und Bodenverbandes Rönsahl. Die Begutachtung des Zustandes der im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Rönsahl vorhandenen Bachläufe und Teichanlagen gehört zum Aufgabenbereich der ehrenamtlich tätigen Verbandsmitglieder und genießt jeweils zu Beginn der Vegetationsperiode und des dabei wieder erwachenden Lebens in Bach und Uferbereich entsprechende Priorität.

Diesmal ging es unter Führung von Verbandsvorsteher Helmut Pulvermacher vorrangig darum, den Bachlauf im Meienborner Tal zu begutachten. Schwerpunktmäßig nahmen die Verbandsmitglieder den Bereich um die ehedem in der Ortslage Meienborn eingebaute Fischtreppe und das zu einem in der Nähe befindlichen Industriebetrieb gehörende Wehr, mit dessen Hilfe die Brauchwasserzufuhr für diesen Betrieb bei Bedarf geregelt werden kann, in Augenschein. Sie mussten dabei feststellen, dass namentlich die Fischtreppe, die dazu dient, bachaufwärts strebenden Fischen den Weg zu ihren Brutplätzen zu erleichtern, in denkbar schlechtem Zustand ist und in dieser Weise ihre Aufgabe kaum noch erfüllen kann. Hier will man so bald als möglich für entsprechende Abhilfe, das heißt entsprechende Wiederherrichtung dieser Fischtreppe, sorgen.

Weiteres Augenmerk galt dabei einem anderen Problem, dem sich der Wasser- und Bodenverband, dessen Mitglieder sich aus den Anliegern der entsprechenden Gewässer rekrutieren, bereits seit einigen Jahren mit Intensität widmet. Gemeint ist die Bekämpfung der in manchen heimischen Bereichen inzwischen Überhand nehmenden Herkulesstaude, im Volksmund auch unter der Bezeichnung Riesenbärenklau bekannt. Wenn diese ursprünglich in unseren Breiten nicht heimisch gewesene Pflanze einmal Fuß gefasst hat, ist deren Bekämpfung nur noch schwer und mit entsprechendem Aufwand möglich. Gerade in feuchten Wiesentälern und hier vorzugsweise in der Nähe von Bachläufen siedelt sich die Herkulesstaude gerne an und verbreitet sich dann rasant.

Auch bei dieser Gelegenheit wies Pulvermacher nochmals darauf hin, dass die Herkulesstaude in der Blütezeit zwar bei den Imkern als willkommene Bienenweide gilt und deshalb dort nicht gänzlich unbeliebt ist. Im Ganzen gesehen bringt der Riesenbärenklau aber weitaus mehr Nach- als Vorteile mit sich, nimmt im Nu ganze Wiesentäler in Beschlag, verdrängt dabei andere Kulturpflanzen und löst vor allem bei schon leichter Berührung empfindliche Verbrennungen der Haut aus und sollte deshalb von Menschen unbedingt gemieden werden.

Diese Gründe führten dazu, dass sich die Landwirte im Allgemeinen und die Mitglieder des Wasserverbandes im Besonderen nun schon seit einigen Jahren wie andernorts auch intensiv mit der biologischen Bekämpfung der Herkulesstaude befassen. Die besten Erfolgsaussichten sind dabei gegeben, wenn dies im zeitigen Frühjahr und noch vor dem Aufbrechen der Blütenkolben erfolgt. Anlässlich der Bachbegehung konnten entsprechende Erfolge im Gebiet des Löher Baches nachgewiesen und gleichzeitig weitere Maßnahmen in dieser Richtung geplant werden.

Die genaue Vorgehensweise wird in den nächsten Tagen unter den Verbandmitgliedern und Landwirten abgesprochen. ▪ cr

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