Mehrgenerationenplatz: Vorentwurf findet Zustimmung

Der Mehrgenerationenplatz soll im Neubaugebiet Östlich Rathaus entstehen.

Kierspe -„Die Generalprobe ist bestanden“, freuten sich Bürgermeister Frank Emde und Rainer Schürmann, Leiter des Sachgebiets Bauverwaltung und Planung, dass der Vorentwurf für einen Mehrgenerationenplatz im Neubaugebiet Östlich Rathaus die Zustimmung der Workshop-Teilnehmer fand.

Im Zusammenhang mit dem Platz steht die Gestaltung des Glörparks in Schalksmühle als gemeinsames Leader-Projekt. Während es in der Nachbarkommune laut Ina Bimberg und Heike Janßen durchaus Kritik am Vorentwurf gegeben hatte, fand das, was die Expertinnen von Bimberg Landschaftsarchitekten aus Iserlohn aus den Ideen für den Platz gemacht hatten, Zustimmung. 

Die Ideen waren bei einem ersten Workshop im Juni gesammelt worden. Am Mittwoch gab es nun den zweiten Workshop – wenn auch mit weniger Teilnehmern – , bei dem Bimberg und Janßen anhand von Plänen die mögliche Gestaltung des Mehrgenerationenplatzes erläuterten. 

Bänke und Tische, Bäume als Schattenspender, ein Aussichtsplatz mit Fernrohr, (Solar-) Beleuchtung, Abstellmöglichkeiten für Rollator und Fahrräder, Outfitnessgeräte, Tischspiele, ein offener Bücherschrank und für Kinder Holzhäuschen, Wippen, Rutschen, Tunnel und Klettersteig lauteten die Ideen, die beim ersten Treffen gesammelt worden waren. Nicht alle können umgesetzt werden, machte Ina Bimberg deutlich, dass bei dem Kostenrahmen von knapp 220 000 Euro viel Geld für eine verbindende Treppe sowie für kleine Mauern verwendet werden müssen, um das Gelände zu terrassieren. Denn das Grundstück im Neubaugebiet hat eine Höhendifferenz von acht Metern. Daher wird es nach dem Vorentwurf in die Bereiche Bergplatz, Spielhang und Talplatz aufgeteilt. Auf dem Bergplatz, von der Straße Ebbeblick erreichbar, soll es Sitzmöglichkeiten, Bäume, ein Spielhaus und eine kleine Rutsche sowie den Bücherschrank geben.

Für die Betreuung des Bücherschranks (beispielsweise eine Telefonzelle), das zeichnet sich bereits ab, könnte eine Kindertagesstätte verantwortlich zeichnen. Auf dem Spielhang können eine Tunnelrutsche und ein Kletternetz oder Ähnliches installiert werden, wobei diese – wie auch die andere Rutsche – in einer Sandfläche endet. Hecken grenzen den Platz – für den im Übrigen auch noch ein Name gefunden werden sollte – nicht nur zur Bebauung ab, sondern gliedern den Hang auch auf. Möglich ist, diese Hecken durch entsprechende Schnitte mit „Fenstern“ und anderen Ausblickmöglichkeiten zu versehen. Eine Gräseranpflanzung soll den Talplatz von der Talstraße trennen. Dort sollen ebenfalls Sitzbänke und Tische aufgestellt und Bäume als Schattenspender gepflanzt werden.

Nicht nur die Treppe verbindet die drei Bereiche des Mehrgenerationenplatzes, auch ein sogenanntes Rohrtelefon würde Verbindungen zwischen dem Berg- mit dem Talplatz ermöglichen. Das alles konnten sich die Workshop-Teilnehmer auf den Plänen ansehen. Darüber hinaus bestehe immer noch die Möglichkeit, kleine Änderungen vorzunehmen beziehungsweise Dinge aufzunehmen – es müsse sich aber im Kostenrahmen bewegen. Um auch eine Verbindung mit dem Glörpark in Schalksmühle herzustellen, schlagen die beiden Landschaftsarchitekten vor, nicht beispielsweise eine gleiche Möblierung oder Ausstattung zu nehmen, sondern ein besonderes Event zu veranstalten, wie ein Fest – „Nacht der Plätze“ – , einen Lauf oder Ähnliches, an dem jeweils auch die Menschen aus Schalksmühle teilnehmen. 

Jetzt, so erläuterte Bürgermeister Frank Emde abschließend, gehe das Projekt zur Lokalen Aktionsgruppe (LAG), die mit einem positiven Bescheid Fördermittel dafür anfordert. Die Stadt werde ihren Anteil an den Kosten in den Haushalt 2019 einstellen, erklärte der Bürgermeister weiter. Sobald der Förderbescheid aus Arnsberg vorliegt, könne ausgeschrieben und möglicherweise im kommenden Frühjahr mit dem Bau des Mehrgenerationenplatzes im Neubaugebiet Östlich Rathaus begonnen werden.

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