Beifall für Darstellung der OGS-Arbeit im Ausschuss

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Gudrun Rubner vom Kreis-DRK stellte die Arbeit der OGS der Bismarckschule im Ausschuss vor. ▪

KIERSPE ▪ Das Konzept der Einrichtung wie auch der Vortrag selbst, den Gudrun Rubner vom DRK-Kreisverband am Montag im Schul- und Kulturausschuss hielt, wurde von den Ausschussmitgliedern mit Applaus belohnt.

Alle fühlten sich umfassend informiert. Der Ausschussvorsitzende Clemens Wieland fasste es so zusammen: „Das DRK ist in Kierspe angekommen.“ Die großen Schwierigkeiten, die es in der Startphase nach der Übernahme der Offenen Ganztagsschule und der Betreuungsgruppe an der Bismarckschule durch das Deutsche Rote Kreuz im vergangenen Jahr gab, sind ausgeräumt und haben insgesamt großer Zufriedenheit Platz gemacht, was sich auch in den mittlerweile gestiegenen Nutzerzahlen widerspiegelt.

Positiv wertete Wieland, dass es inzwischen eine Zusammenarbeit der beiden Kiersper Offenen Ganztagsschule gibt, also der von der Bismarckschule und der von der Pestalozzischule. Gudrun Rubner hatte darüber berichtet, dass dies erfolgreich bei der Ferienbetreuung funktioniert habe, wo fünf Kinder die Angebote am Hauerbusch wahrgenommen hätten, so dass es an der Bismarckschule kein separates Angebot geben musste, was für diese geringe Anzahl Kinder auch schlecht möglich gewesen wäre. Außerdem würden gemeinsame Aktivitäten wie aktuell ein Picknick geplant.

Wieland begrüßte es, dass jetzt endlich Ruhe in die Arbeit reingekommen sei. Von den Eltern gebe es das Feedback, dass „alles super läuft“. Gut aufgenommen worden sei von diesen ebenfalls, so ergänzte der Ausschussvorsitzende, der Personalwechsel im vergangenen November, als sich das DRK von einer Mitarbeiterin getrennt hatte. Werden an der schon lange bestehenden OGS der Pestalozzischule 60 Kinder versorgt, sind es an der Bismarckschule mittlerweile auch bereits fast 40.

Die Kreis-DRK-Vertreterin, in deren Zuständigkeit die Offenen Ganztagsschulen fallen, stellte den Ausschussmitgliedern zunächst das OGS-Team, bestehend aus Leiterin Ann-Katherin Heß, Annette Ackermann, Daniela Bergen und Maria Igual vor. Wichtige Ziele der Arbeit der OGS wie der Betreuungsgruppe seien die Erziehung zur Selbstständigkeit, Mitverantwortung, gewaltfreiem interkulturellem Miteinander, zu einem Bewusstsein für Gesundheit und Umwelt sowie zum sozialem Lernen. Alle Kinder hätten die Möglichkeit, das Alltagsleben selbst aktiv mitzugestalten. Ganz wichtig sei neben allen Programmpunkten unverplante Zeit und freies Spiel, wie die Kreisverbandsmitarbeiterin weiterhin anmerkte.

„Wir streben einen Lebensraum für die Kinder an und wollen, dass sie sich wohlfühlen und gerne hier sind“, betonte Gudrun Rubner. Leider fehle es derzeit an finanziellen Mitteln, um die Räume so herzurichten, dass sie nicht mehr oder zumindest weniger an Schule erinnern, was aus ihrer Sicht unbedingt erstrebenswert wäre.

Im Bereich Sport und Bewegung gibt es Angebote und da wird auch an Kooperationen mit den örtlichen Vereinen gedacht. Turnhalle und Schwimmbad stehen zur Verfügung. Unter anderem gibt es eine feste Sport-AG und einen Projekttag, bei dem die Kinder selbst an der schöneren Gestaltung ihrer Räume durch Fensterbilder und andere Dekorationen arbeiten.

Gudrun Rubner informierte am Montag außerdem über einem Elternbrief vor einigen Monaten, in dem der Bedarf nach einer Ferienbetreuung abgefragt worden sei. Allerdings seien nur drei Briefe zurückgekommen und von einer Mutter Bedarf für eine Betreuung in den Osterferien für zwei Kinder angemeldet worden. Sie hob hervor, wie entscheidend der Austausch mit dem Lehrerkollegium ist. Wünschenswert wäre es, wenn die Lehrer auch mal erleben würden, wie die Kinder sich nach dem Unterricht verhielten und mit den Hausaufgaben klarkämen. Gudrun Rubner bezifferte die genauen Schülerzahlen aktuell mit 23 in der Betreuungsgruppe und 16 in der OGS.

OGS-Leiterin Ann-Katherin Heß thematisierte den Wechsel bei der Belieferung der Mittagsverpflegung, die bislang immer von der Küche der Rönsahler Waldheimat gekommen war. Allerdings sei das Essen manchmal nicht mehr warm gewesen, das sei nun besser, seitdem im Februar die Cateringfirma Draut aus Halver das übernommen habe.

Positiv äußerten sich in der kurzen Diskussion ebenfalls verschiedene Ausschussmitglieder: So freute sich Hermann Reyher von den Grünen über die gute Entwicklung an der OGS und erinnerte daran, dass die in die Öffentlichkeit getragenen Querelen auch den gesamten Grundschulstandort belastet hätten. Theo Hermann von der FDP mahnte an, wie wichtig an einem so langen Tag für die Kinder Bewegung sei und wollte wissen, ob das Personal als Übungsleiter qualifiziert sei. Dies sei unnötig, wusste allerdings Lisa Formanski als Leiterin der OGS der Pestalozzischule zu berichten, da die Berufsausbildung der Mitarbeiter Bewegung beinhaltet habe.

Ekkehard Haas, der Leiter der Bismarckschule, zog genauso ein positives Fazit und begrüßte es, dass nach den Trägerwechseln der Vergangenheit in die Arbeit jetzt endlich Kontinuität eingekehrt sei. Das garantiere auch die junge dynamische Leiterin, die man mit Ann-Katherin Heß gefunden habe. Eine Anregung hatte er dann aber doch: So empfahl er weitere Attraktivitätssteigerungen.

Nach den Ausführungen der Kreis-DRK-Vertreterin befand der Ausschussvorsitzende Clemens Wieland, dass die Arbeit an der OGS der Bismarckschule mit Leben erfüllt sei und vom DRK und seinen Mitarbeitern mit viel Engagement betrieben werde. Er forderte die Verwaltung, namentlich Kämmerer Olaf Stelse, auf, Geldmittel bereitzustellen, um schnellstmöglich noch bestehende räumliche Defizite abzustellen.

Rolf Haase

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