Kasperletheater in Kindergarten St. Josef

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Die Puppenspielerinnen sind Mütter von Kindergartenkindern. Das Kasperletheater hat im Kindergarten St. Josef eine lange Tradition.

Kierspe - Zwei ausverkaufte Vorstellungen an einem Nachmittag, was will man mehr? Das Kasperletheater „Die Krokodiljäger“ im Kindergarten St. Josef war ein voller Erfolg.

Gefühlt waren am Sonntagnachmittag nicht nur sämtliche Kinder mit Eltern und Großeltern gekommen, sondern wohl auch die ein oder andere Gastfamilie.

Das Stück war modern, es ging um Artenschutz. Ein Krokodil treibe im Sumpf sein Unwesen, es hätte seine Frau aufgefressen, jammert ein Kaufmann. Und so machen sich Kasper und der Polizist unter Führung von Prinz Waldemar auf zur Krokodiljagd – schließlich sei Menschenschutz wichtiger als der bestehende Naturschutz. „Womöglich frisst das Krokodil auch noch die Kinder!“

Aber Gretel hat inzwischen herausgefunden, dass der Kaufmann ein Betrüger ist. Seiner Frau geht es gut, in Wirklichkeit will er das Krokodil töten, um seine Haut zu Krokodilleder-Handtaschen zu verarbeiten.

Die Puppenspielerinnen, vier Mütter von Kindergartenkindern, hatten die Bühne im Turnraum aufgestellt. Die Pausen zwischen den einzelnen Szenen wurde durch Musik vom Band überbrückt. Den zum Thema passenden Party-Hit „Schni-Schna-Schnappi“ konnten auch die Kinder mitsingen. Die wurden von den Puppenspielerinnen ins Geschehen eingebunden. „Wir brüllen jetzt mal alle ganz laut“, forderten sie die Kinder auf. „Und jetzt mal ganz leise, wie ein Regenwurm.“ „Ein Regenwurm kann gar nicht brüllen“, kam es prompt zurück aus dem Zuschauerraum.

Elterngeneration geben Handpuppen und Co. weiter

Das Puppenspiel hat im Kindergarten St. Josef eine lange Tradition. Bereits seit vielen Jahren gibt eine Elterngeneration Handpuppen, Bühne und Texte an die nächste weiter. Die Aufführungen am Sonntag wurden vom Förderverein der Einrichtung organisiert. Die Eltern waren nicht nur hinter der Bühne aktiv, sondern gestalteten auch das Rahmenprogramm mit Popcornmaschine und einem Kaffeetrinken mit Kuchenbüfett. Die Erzieherinnen hatten einen Gruppenraum geöffnet, in dem sich die jüngeren Kinder austoben konnten.

Die Einnahmen kommen dem Kindergarten zugute, informierte der Vorsitzende des Fördervereins Jan Peters. So finanzierten die Eltern die Busfahrten bei Ausflügen zur Burg Altena und nach Iserlohn und beteiligten sich an Verschönerungsaktionen. Ei-ne weitere Aufführung ist für das Gemeindefest im August geplant.

Birgitta Negel-Täuber

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