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Bauverein reagiert auf steigende Nebenkosten

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Die Genossenschaft Bauverein Kierspe hat ihre positive Entwicklung im vergangenen Jahr fortgesetzt. Darüber freuen sich die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder Jörg Berg, Olaf Stelse, Mike Budde, Rainer Schürmann, Marc Voswinkel, Götz Land und Markus Kaiser (von links).
Die Genossenschaft Bauverein Kierspe hat ihre positive Entwicklung im vergangenen Jahr fortgesetzt. Darüber freuen sich die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder Jörg Berg, Olaf Stelse, Mike Budde, Rainer Schürmann, Marc Voswinkel, Götz Land und Markus Kaiser (von links). © Ruthmann, Det

„Trotz schwieriger Umstände konnte die positive Entwicklung fortgeführt werden“, zog Götz Land, Aufsichtsratsvorsitzender des Bauvereins Kierspe, eine positive Bilanz über das vergangene Jahr. Es war am Mittwoch die 111. Generalversammlung der Genossenschaft im Sitzungssaal des Rathauses, zu der „trotz des warmen Wetters einige gekommen“ waren. Lediglich Geschäftsführer Jacek Okulinski musste passen, da ihn das Covid-Virus erwischt hatte.

Kierspe - Gleichwohl wurden natürlich die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat verlesen – dies übernahmen neben Götz Land die nebenamtlichen Vorstandsmitglieder Rainer Schürmann und Marc Voswinkel. So erfuhren die Mitglieder des Bauvereins nicht nur, dass die Bilanzsumme für das Jahr 2021 bei 11,15 Millionen Euro lag – darin enthalten sind fast eine halbe Million Euro für Instandhaltungsmaßnahmen – und der Überschuss fast 253 000 Euro beträgt, sondern auch, dass es 21 Ein- und 31 Auszüge gab. Zudem wurden zehn Wohnungen an die Stadt für die Unterbringung von Flüchtlingen vermietet.

Auch wenn es im vergangenen Jahr bei den Instandhaltungen keine ganzheitlichen Objektmaßnahmen gab, so werde der Bauverein auch in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche Wärmedämmung und Technikverbesserung richten. Um dies auch gewährleisten zu können, führt die Genossenschaft 175 000 Euro des Überschusses den Rücklagen zu, sodass ein Bilanzgewinn von rund 95 000 Euro verzeichnet wird. Und dies angesichts von der Pandemie, Verzögerungen und Materialknappheit, die das vergangene Jahr bestimmt hätten. Keine Frage, dass die auf der Tagesordnung stehenden Beschlussfassungen über die Berichte, Jahresabschlüsse, Gewinn- und Verlustrechnungen und Verwendung des Gewinns ausnahmslos einstimmig ausfielen. Dasselbe galt für die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, für die Thomas Hanses kurz die Leitung der Versammlung übernahm. Dabei dankte er den Gremien des Bauvereins für die „sehr gute und engagierte Arbeit“.

Ebenso einmütig wurden Christoph Gebauer (in Abwesenheit, aber mit schriftlicher Zustimmung) und Markus Kaiser für drei weitere Jahre in den Aufsichtsrat gewählt. Ändern wird sich allerdings nun, dass der Aufsichtsrat nicht mehr ehrenamtlich für die Genossenschaft arbeitet, sondern eine Aufwandsentschädigung – auch aus haftungsrechtlichen Gründen – erhält. 200 Euro pro Sitzung, so die Entscheidung der Versammlung, wird es künftig geben – wobei sich dies an den gezahlten Aufwandsentschädigungen anderer Genossenschaften orientiert. Bislang tagt der Aufsichtsrat halbjährlich, nach der Satzung kann es eine Sitzung pro Quartal sein.

Schließlich wurde auch einstimmig eine Stundungs- und Ratenzahlungsvereinbarung verabschiedet. Die könne dann zum Tragen kommen, wenn jemand sehr hohe Nebenkostenabrechnungen erhalte.

Abschließend kam der Aufsichtsratsvorsitzende zum umfangreichsten Tagesordnungspunkt: dem „Grundgesetz des Bauvereins, wie Götz Land die Satzung der Genossenschaft bezeichnete. Die vorhandene der Genossenschaft sei 14 Jahre alt, daher machten allein schon verschiedene Urteile Änderungen notwendig. Die neue Satzung setzt auf der Mustersatzung des GdW (Gesamtverband deutscher Wohnungsunternehmen) für Genossenschaften auf. Neben zumeist redaktionellen Änderungen sind einige Paragrafen wie beispielsweise „Ausschuss eines Mitglieds“, „Geschäftsanteile und Geschäftsguthaben“, „Vorstand“, „Rechtsgeschäfte mit Vorstandsmitgliedern“ und „Rechtsgeschäfte mit Aufsichtsratsmitgliedern“ ganz oder teilweise geändert worden. Deutlich wird dies in der Gegenüberstellung von alter, neuer und Mustersatzung, die alle Mitglieder in schriftlicher Form erhalten haben.

Götz Land las die neue Satzung in einem „Schnelldurchgang“ komplett vor, bevor diese einstimmig von der Versammlung verabschiedet wurde.

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