Hoher Leerstand drückt auf Betriebsergebnisnahmen

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Zügig vonstatten ging die Generalversammlung des Bauvereins Kierspe im Hotel Unter den Linden am Mittwochabend. ▪

KIERSPE ▪ Aus der Not eine Tugend zu machen und dabei das Bestmögliche für die Mitglieder heraus zu holen, das ist zur Zeit das, was im Rahmen der augenblicklichen und nun schon länger anhaltenden Gegebenheiten möglich ist.“

So und in ähnlichen Worten schilderten Aufsichtsratsvorsitzender Dirk Backmann und Vorstandsvorsitzender Johann Halbfas in ihren anlässlich der am Mittwochabend im Hotel Unter den Linden stattgefundenen ordentlichen Generalversammlung des Bauvereins Kierspe gehaltenen Jahresberichten die gegenwärtige Geschäftslage der Genossenschaft ein.

Auch im Berichtszeitraum war der schon länger erhoffte Silberstreif am (Wohnungsmarkt-) Horizont nicht zu erkennen, jedenfalls in so weit nicht, als das den Bereich der gemeinnützigen Genossenschaft anbetraf. Deren Betriebsergebnis wird wie in den Vorjahren so auch im Berichtszeitraum, von hohen Wohnungsleerständen, die seit Jahren über 10 Prozent liegen, wie der Aufsichtsratsvorsitzende erläuterte, negativ beeinflusst. Verantwortlich für dieses Problem der meisten Wohnungsgesellschaften im ländlichen Raum, so die Ursachenforschung, sei der Verlust vieler Arbeitsplätze durch Firmenschließungen und -verlagerungen. Trotzdem bemühe man sich im Rahmen des gegebenen finanziellen Spielraums darum, den Wohnungsbestand durch Modernisierungsmaßnahmen attraktiv zu halten. Diesem Vorhaben diene beispielsweise der in 2011 erfolgte Verkauf von Grundstücken und stark sanierungsbedürftigen Gebäuden, wodurch ein Betrag von 444.000 Euro eingenommen werden konnte, Geld, das im Wesentlichen allerdings dem Eigenkapital und der Rücklagenbildung zugeführt werden solle, wie es weiter hieß.

Das inzwischen von der Aufsichtsbehörde gesetzlich geprüfte und für richtig befundene Zahlenwerk, unter anderem erstreckte sich die Hausbewirtschaftung und Wohnungsverwaltung in 2011 auf 77 eigene Miethäuser mit 459 Wohnungen, 153 Garagen und 1 Büro, wobei durch Leerstände und Mieterfluktuation Erlösschmälerungen von 341000 Euro hingenommen werden mussten, wurde seitens des Vorstandsvorsitzenden näher erläutert. Dabei gingen die Vorstandsmitglieder Marc Voswinkel und Stefan Kriegeskotte auf die dem Jahresabschluss sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zugrunde liegenden Einzelpositionen und Zahlen näher ein.

Ohne Gegenstimmen erfolgte die Beschlussfassung über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Auch die satzungsgemäß zum Abschluss der Versammlung anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat gingen problemlos über die Bühne. Dabei wurde Hermann Reyher einstimmig für die Dauer einer weiteren Amtsperiode bestätigt, während für den aus diesem Gremium ausscheidenden Martin Gebhardt Stadtkämmerer Olaf Stelse nachrückt. ▪ Rainer Crummenerl

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