Regelmäßige Kontrolle von Schrauben und Seilen

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Bei den Wackelbrücken muss Birgit Eschrich auch stets die Hölzer im Blick haben. Diese hier, so schätzt sie, werden wohl im nächsten Jahr ausgetauscht werden müssen.

Kierspe - „Wenn ich sie hintereinander kontrollieren würde, wäre ich bestimmt eineinhalb Wochen damit beschäftigt“, erklärt Birgit Eschrich, stellvertretende Leiterin des Bauhofs und seit vier Jahren zertifizierte Spielplatzprüferin.

Denn die operative Kontrolle der insgesamt 24 Kinderspielplätze auf Kiersper Stadtgebiet – hinzu kommen auch noch die Spielplätze der vier Grundschulen – ist nur eine der Aufgaben, die Eschrich zu erledigen hat. Dies bedeutet, dass sie regelmäßig, zumeist im Abstand von zwei Wochen, auf den Spielplätzen unterwegs ist.

„Manchmal nutze ich auch die Straßenkontrolle, um auf einem Spielplatz vorbeizuschauen, wenn er gerade in der Nähe liegt“, erklärt Birgit Eschrich. Dann heißt es, alle Schraubverbindungen und Schäkel zu kontrollieren, ob diese noch fest sind, zu schauen, ob irgendwo Schrauben oder Nägel herausschauen und ob die Seile – zumeist ummantelte Stahlseile – noch in Ordnung sind.

Die Seile halten zwar lange, aber nicht ewig.

Wenn sie einen Mangel feststellt, werden die entsprechenden Kollegen vom Bauhof informiert, die dann die Sache sofort beseitigen. Das klappt aber nicht immer, wie zum Beispiel beim Spielplatz Thaler Teich – er gehört neben drei anderen zu den am meisten frequentierten Plätzen – wo die Stufen einer Kleinkinderrutsche morsch sind und offensichtlich von Kindern weiter gelöst wurden.

„Da mussten wir die Rutsche erst einmal sperren“, erklärt Birgit Eschrich, dass die Stufen zwar bestellt, aber noch nicht geliefert sind. In anderen Fällen, so führt die stellvertretende Bauhofleiterin weiter aus, werde das auch selbst erledigt. Denn zum Bauhof-Team gehört auch ein Schreiner, der beispielsweise die Brüstungen an Klettertürmen und Ähnliches reparieren kann.

Der Klemmschutz muss beim linken Ketteneingang erneuert werden.

An das Grundgerüst eines Spielgeräts braucht er aber nicht dran, denn die bestehen mittlerweile aus Stahl oder Aluminium, sind also nicht so anfällig gegen Nässe.

Dafür habe es beispielsweise auf einem Spielplatz in Rönsahl ein Problem mit der Feuchtigkeit gegeben, die vom als Fallschutz verwendeten Sand lange gehalten wird: „Der Ackerschachtelhalm hatte sich auf dem Spielplatz so ausgebreitet, dass wir nicht mehr Herr darüber wurden“, erklärt Eschrich.

Aus diesem Grund hat man sich entschieden, den Sand gegen feinen Kies auszutauschen – in der Hoffnung, dass damit der Halm nicht mehr so gedeihen kann. Es ist der erste Spielplatz in Kierspe, der eine Kies-Grundlage hat.

Auch die Füße der Spielgeräte werden kontrolliert und dabei wird von Birgit Eschrich der Sand zur Seite geräumt.

Natürlich ist auch ein Mitarbeiter des Bauhofs jede Woche damit beschäftigt, die Kinderspielplätze in Schuss zu halten: Rasenmähen, große Steine aus dem Sand und Glasscherben vom Platz entfernen, Abfallkörbe leeren und mehr steht auf dem Programm.

Dabei führt der Mitarbeiter auch eine Sichtkontrolle durch und informiert Birgit Eschrich, wenn etwas nicht in Ordnung ist und repariert werden muss. Dank der regelmäßigen Kontrollen und erforderlichen Reparaturen halten die Geräte – Klettergerüst, Schaukel, Rutsche, Wackel-Spielgerät – auf den Kiersper Spielplätzen viele Jahre und müssen selten ausgetauscht werden.

Dazu tragen sicherlich auch die Grundgerüste aus Metall bei, wobei Birgit Eschrich aber sagt, dass durch die teilweise Verwendung von Holz stets für Natürlichkeit gesorgt werde.

Die Spielplätze in Kierspe

Auf dem Gebiet der Stadt Kierspe gibt es derzeit 24 Kinderspielplätze, die sich an den Standorten Auf dem Kiss, Ahornweg, Bachstraße, Bollwerk, Denkmal, Felderhof, Friedhof, Füllenfeld, Händelweg, Ilexweg, Im Grund, Im Park, Jubach, Luiseneiche, Meienborn, Mühlenweg, Servatiusweg, Thaler Teich, Tulpenweg, westlich Höferhof, Wienhagen, Wienhagener Turm, Zaunkönigweg und Zu den Kleingärten befinden. Darüber hinaus werden von den Mitarbeitern des Bauhofs auch die Spielplätze der Bismarck-, Pestalozzi-, Schanhollen- und Servatiusschule gereinigt und kontrolliert. In absehbarer Zeit werden voraussichtlich zwei weitere Spielplätze hinzukommen: Während im Volme-Freizeitpark eine Fläche an der Volme im kommenden Frühjahr zu einem Kleinkinderspielplatz wird, müssen die Planungen für den Mehrgenerationenplatz noch endgültig beschlossen werden.

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