Bauarbeiten am ZOB liegen annähernd im Zeitplan

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Vom Tiefbauamt erläutern Leiter Karsten Seil und Wolfgang Schäffler den Fortgang der Arbeiten am neuen Busknotenpunkt. ▪

KIERSPE ▪ Die Arbeiten am neuen Zentralen Omnibusbahnhof schreiten zügig voran und liegen annähernd im Zeitrahmen, wie jetzt Tiefbauamtsleiter Karsten Seil und Bauhofleiter Wolfgang Schäffler berichteten.

Wäre nicht die wackelige private Mauer zwischen Hammerkamp und einer Grundstückszuwegung gewesen, wäre gar keine Verzögerung entstanden. „Dadurch aber haben wir vielleicht auch nur zwei Wochen verloren“, stellten die beiden fest. Inzwischen ist eine Lösung gefunden: Der Eigentümer hat die Mauer im schadhaften Bereich entfernen lassen. „Sie soll jetzt durch Gabionen ersetzt werden“, machten Seil und Schäffler aufmerksam.

Diese sind ebenfalls unterhalb des Hammerkamp-Anfangs geplant, bis dann etwas weiter die neue Stützmauer beginnt. Diese wurde in den letzten Wochen in Ort-Beton-Bauweise auf einer Länge von rund 60 Metern mit einer Höhe bis zu acht Metern errichtet, wobei Matrizen zum Einsatz kamen, die an der Sichtseite für eine Bruchsteinstruktur sorgen. Diese wurde gezielt so ausgewählt, dass sie sich in etwa an den umliegenden Mauern orientiert.

Die Stützmauer ist inzwischen weitgehend fertiggestellt, so dass nach der Aushärtungszeit in der nächsten Woche dann dahinter mit der Verfüllung und Verdichtung begonnen und auch wieder der Kanal sowie die Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Wasser verlegt werden können. Zum Schluss wird noch die Asphalttragschicht eingebracht, so dass der Hammerkamp auch in dem Bereich ab etwa Mitte Dezember wieder befahren und begangen werden kann. Müllabfuhr- und Lieferverkehr sind dann wieder möglich. Zwar, so Seil und Schäffler einschränkend, werde es danach noch öfter Behinderungen geben, jedoch dann immer nur für ganz kurze Zeit.

„Freie Fahrt besteht ab nächster Woche ebenfalls wieder auf der Wehestraße, kündigen die zwei Stadtmitarbeiter an. Dort war eine Leitung zu einem Schachtbauwerk für das Dränagewasser vom Busknotenpunkt aus verlegt worden, die mittlerweile fertiggestellt ist.

Nach der großen Stützmauer waren erst auch Gabionen, also mit Felsgestein verfüllte Drahtkörbe, geplant, jedoch wird an der hohen Böschung stattdessen nun ein Tecconetz gezogen und so ein Abrutschen von Material verhindert. Vorgesehen ist dort eine Sprühbegrünung, so dass die Fläche rasch wieder bewachsen sein wird und das Netz darunter verschwindet. Parallel laufen in einem anderen Baufenster schon die Planierungsarbeiten für den eigentlichen Busknotenpunkt.

Wenn der Winter nicht allzu hart wird, gehen Seil und Schäffler davon aus, dass der anvisierte ZOB-Fertigstellungstermin bis 31. Mai eingehalten werden kann. ▪ Rolf Haase

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