Baptistenkinder versuchen sich als Feuerwehrleute

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Dicker Qualm strömte aus dem Gemeindehaus der Baptistengemeinde.

KIERSPE ▪ Dicke Qualmwolken drangen aus der Haustür des Gemeindehauses der Baptisten an der Thingslindestraße. Kinder und Erwachsene hielten sich die Hände vors Gesicht und stürzten nach draußen.

Ursache war glücklicherweise kein Brand im Inneren des Gebäudes, sondern der Besuch der Feuerwehr, die mit den Kindern der Gemeinde eine Übung veranstaltete.

„Einmal jährlich laden wir unsere Kinder zu sogenannten Thementagen ein“, informierte Walter Klassen von der Baptistengemeinde. „In diesem Jahr beschäftigten wir uns über drei Tage mit der Feuerwehr. Da lag es für uns nahe, die Kiersper Feuerwehr einzuladen.“ Wehrleiter Georg Würth freute sich über diese Einladung und brachte auch gleich die Löschzwerge mit.

Was sich nun auf dem großen Parkplatz vor dem Bethaus der Baptistengemeinde abspielte, war eine Freude anzusehen. Mehr als 280 Mädchen und Jungen, alle mit einer grellen gelben Weste mit der Aufschrift „Jesus rettet“, wuselten über den Parkplatz und versuchten, an eines der Feuerwehrautos heranzukommen, an welchen unterschiedliche Dinge gezeigt wurden.

Während an dem einen Fahrzeug Michael Brück eine Wärmebildkamera erklärte, wie sie funktionierte und wie mit ihrer Hilfe Menschen gefunden werden konnten, stülpte Katrin Wolf einem schon etwas älteren Jungen ein 20 Kilogramm schweres Atemschutzgerät über. „Da dieses Gerät sehr schwer ist, der Kollege dazu noch eine dicke Brandschutzhose, eine Brandschutzjacke, Helm und Maske tragen muss, werden für diese Einsätze eher jüngere Kollegen eingesetzt“, erklärte Katrin Wolf den Kindern. Ein großes Gedränge hingegen gab es vor den Wasserschläuchen. Viele der Kinder wollten einmal einen dicken Feuerlöschschlauch in den Händen halten und mit ihm „löschen“. Die kleinen Löschzwerge pumpten derweil kräftig Wasser in den Schlauch, damit es für die Kinder auch ein reines Vergnügen wurde.

„Das Thema Feuerwehr haben wir in diesen drei Tagen nicht nur praktisch in unsere Thementage eingebracht“, erklärte Walter Klassen. „Wir übertragen beim theoretischen Teil die Arbeit der Feuerwehr auch ins Geistliche.“ So bekommen die Kinder beigebracht, dass die Feuerwehr auf der Erde das Leben der Menschen rettet, Jesus hingegen die Seele eines Menschen. Nach dem theoretischen Teil retteten die Kinder auch selbst. Sie transportierten mit einer Schubkarre andere Kinder. Auch mussten sie einen Baum in einzelne Stücke zerlegen, ähnlich wie die großen Kollegen dies im Winter bei umgestürzten Bäumen machen.

Thementage hatte es auch in den vergangenen Jahren schon mehrere gegeben. „Wir hatten schon eine Schiffswoche, in der wir eine Fahrt auf der Bigge gemacht hatten. Auch war eine Ärztewoche dabei. Da haben wir von der Gemeinde Ärzte dargestellt und über ihre Arbeit informiert“, erklärte Walter Klassen. „In diesem Jahr ist es das erste Mal, dass wir echte Beteiligte eingeladen haben und wie wir sehen können, macht es den Kindern großen Spaß.“ ▪ geg

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