Volksbank Bahnhof: Kaffee statt Cash

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Die Volksbank-Vorstände Stephan Böhse (links) und Stephan Baldschun verkaufen das Bankgebäude an der Kölner Straße. Neue Eigentümerin wird Alexandra Schriever.

Kierspe - Dort, wo jetzt noch das Volksbank-Schild an der Kölner Straße auf die Selbstbedienungsfiliale der heimischen Bank hinweist, wird ab Frühjahr ein Schild der Bäckerei-Kette Hesse aus dem Kreis Olpe hängen.

Ein kleiner Hinweis auf die Volksbank wird aber erhalten bleiben, denn auch zukünftig finden die Kunden an diesem Standort noch die Kunden-Tresorfächer und eine Möglichkeit, Briefe an die Volksbank, Überweisungen und Schecks einzuwerfen – bei täglicher Leerung. Einen Geldautomaten werden die Kiersper an dieser Stelle jedoch nicht mehr finden. Um sich mit Bargeld zu versorgen, müssen die Kunden ein paar Meter weiter gehen, denn bereits im Fachmarktzentrum Wildenkuhlen findet sich der nächste Automat der Kiersper Bank.

Doch dem Gebäude wird das Schicksal vieler Ladenlokale an der Kölner Straße erspart bleiben. Statt eines weiteren Leerstandes ist dort mit steigendem Interesse der Kiersper zu rechnen. Denn nach dem Verkauf des Gebäudes in der kommenden Woche an die Meinerzhagenerin Alexandra Schriever wird dort im Frühjahr eine Bäckerei-Filiale samt Café eröffnet. Zuvor bekommt es jedoch noch eine neue Fassade, ein neues Dach und auch die Heizung wird ausgetauscht, verspricht die zukünftige Eigentümerin. An den Mietverträgen für die Wohnungen im Obergeschoss wird sich nach den Worten von Schriever nichts ändern.

Umbau der Volksbank findet ein Ende

Mit diesem Schritt soll der Umbau, der 2012 bei der Volksbank begonnen wurde, sein Ende finden. Alles begann mit der Erweiterung der Hauptstelle an der Friedrich-Ebert-Straße, dann folgte die Schließung der beiden Geschäftsstellen im Dorf und an der Kölner Straße und gleichzeitig die Eröffnung der Online-Filiale, die mit ihren Angeboten weit über das hinausging und -geht, was die Kunden bislang beim Online-Banking gewohnt waren.

„Mit all diesen Schritten sichern wir die wirtschaftliche Stabilität der Bank und sichern so auch die Eigenständigkeit“, sagt Volksbank-Vorstand Stephan Böhse. Sein Kollege Stephan Baldschun kündigt in diesem Zusammenhang aber auch Veränderungen für den SB-Standort im Dorf an. „Dort werden wir die Räume, die wir nicht mehr benötigen, vermieten. Dort wird es aber weiterhin einen Kontoauszugsdrucker und sowie einen Ein-und-Auszahlungsautomaten geben. Außerdem bleiben auch dort die Kunden-Tresorfächer erhalten, die genau wie an der Kölner Straße nach telefonischer Terminvereinbarung aufgesucht werden können“, so Baldschun.

In Rönsahler Filiale bleibt alles beim Alten

Keine Veränderungen soll es in der Filiale in Rönsahl geben. Mit fünf Geldautomaten, davon vier in Kierspe mit nur geringen Entfernungen zueinander, ausgeweiteten Öffnungszeiten der Hauptstelle und dem Bargeldbringsservice sieht sich die Bank gut und kundennah für die Zukunft aufgestellt.

Böhse: „Wir reagieren damit aber nicht nur auf die veränderte Zins- und damit Ertragssituation, sondern auch auf das Kundenverhalten. Die Online-Geschäfte nehmen immer weiter zu. Alle anderen Geschäfte sind durch immer neue Gesetze so spezialisiert, dass diese zum großen Teil sowieso nur noch von den entsprechenden Fachleuten in der Hauptstelle erledigt werden können.“

Beide Vorstände versprechen, dass sie sich um individuelle Lösungen bemühen, wenn sich für Kunden Probleme aus der neuen Struktur ergeben sollten. „Da wird es bestimmt nichts geben, was sich nicht in einem persönlichen Gespräch klären lässt“, ist sich Baldschun sicher.

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