Bakelitmuseum: Hoffen auf mehr Besucher

+
Groß war das Interesse am Bakelitmuseum am Wiedereröffnungstag. Peter Heins (Dritter von links) vom Heimatverein konnte viele Besucher im Alten Amtshaus begrüßen.

Kierspe - Fast auf den Tag genau heute vor einem Monat wurde das Bakelitmuseum nach dem Brandschaden im Alten Amtshaus mit einer Feierstunde offiziell wiedereröffnet. Silvia Baukloh, Vorsitzende de Heimatvereins, zieht eine Bilanz der ersten Wochen.

Am ersten Tag war das Interesse groß. Viele Kiersper Bürger, Verantwortliche der Stadt und Ehrengäste schauten sich in den aufwendig sanierten Räumen die neue Ausstellung an, die der Heimatverein auf die Beine gestellt hat – und waren begeistert. In der Folge nahm der Besucherandrang allerdings stark ab.

"Wünschen uns mehr Besucher"

„Mit dem Eröffnungstag waren wir sehr zufrieden. Danach kamen allerdings deutlich weniger Menschen, so dass wir uns für die nächsten Wochen wieder einige Besucher mehr wünschen“, sagt Silvia Baukloh, Vorsitzende des Kiersper Heimatvereins. Geöffnet hat das Bakelitmuseum derzeit immer mittwochs von 15 bis 18 Uhr.

Besucher bringen Gegenstände mit

Die Museumsbesucher, die gekommen seien, hätten sich allerdings sehr interessiert und mit der Ausstellung zufrieden gezeigt. „Sehr schön fand ich, dass einige Besucher sogar noch gut erhaltene Bakelitgegenstände wie Schalter oder Steckdosen mitgebracht haben“, erzählt Baukloh, die über die momentan eher geringen Besucherzahlen übrigens nicht verwundert ist: „Dass wir geöffnet haben, muss sich erst wieder herumsprechen. Das braucht seine Zeit. Schließlich war vorher über eine lange Zeit während der Sanierung an vielen Stellen zu lesen, dass ein Besuch noch nicht wieder möglich ist.“

Nach Brand eineinhalb Jahre geschlossen

Nach dem Brand im Alten Amtshaus am 11. Oktober 2013, der in einer Zwischendecke ausgebrochen war und verheerende Folgen hatte, war das Bakelitmuseum rund eineinhalb Jahre geschlossen. In dieser Zeit gaben sich in dem historischen Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße lediglich die Handwerker die Klinke in die Hand. Insgesamt musste eine hohe sechsstellige Summe investiert werden, um alle Brandspuren zu beseitigen. Im Zuge der Komplettsanierung wurde unter anderem das Fritz-Linde-Zimmer mächtig aufgehübscht. Holzboden, Deckenbalken sowie Bilder wurden restauriert und die Beleuchtung erneuert. Zudem wurde die Ausstellung neu gestaltet.

"Jetzt ist es schöner als vor dem Brand"

„Jetzt ist es schöner als vor dem Brand“, war zur Wiedereröffnung nicht nur die Meinung von Peter Heins, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Heimatvereins. Dass sich dies bald auch an den Besucherzahlen bemerkbar machen wird, davon ist Baukloh überzeugt.

Neue Beleuchtung für die Vitrinen

Dennoch plant der Heimatverein, mit einigen Maßnahmen die Attraktivität des Museums weiter zu steigern. So soll mit den Spendengeldern, die am Wiedereröffnungstag zusammenkamen, die Vitrinenbeleuchtung verbessert werden. Mittelfristig könnte es auch bewegte Bilder zu sehen geben. „Filme bieten eine gute Möglichkeit, beispielsweise die Geschichte von Unternehmen darzustellen. Für uns bleibt also auch nach der Wiedereröffnung genug zu tun“, sagt Silvia Baukloh.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare