Das Bakelitmuseum wird wiedereröffnet

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Freuen sich auf die Wiedereröffnung (von links): Arnd Clever (Marketingleiter Sparkasse), Peter Heins und Silvia Baukloh (beide Heimatverein) sowie Sparkassenleiter Gerald Lenz.

Kierspe - Die Verantwortlichen des Kiersper Heimatvereins hoffen auf ein volles Haus, wenn am Sonntag das Bakelitmuseum wiedereröffnet wird. Schöner als vor dem Brand soll es sein, davon sind die Vorstandsmitglieder überzeugt.

Es war der 11. Oktober 2013 als Flammen aus dem Alten Amtshaus an der Friedrich-Ebert-Straße schlugen. Bis zu 120 Feuerwehrkräfte aus Kierspe und den Nachbarstädten bekämpften den Brand und schafften es auch, eine völlige Zerstörung des denkmalgeschützten Gebäudes zu verhindern.

Löschwasser hinterließ massivste Schäden

Dennoch hinterließ das Löschwasser massivste Schäden in den Räumen des Bakelitmuseums des Heimatvereins, der Volkshochschule und des Stadtarchivs. Aktuell, also rund eineinhalb Jahre später, sind die Handwerker noch immer mit den letzten Schönheitsreparaturen beschäftigt. Pünktlich bis zum nächsten Samstag, wenn das Museum ab 11 Uhr wiedereröffnet wird, soll aber alles fertig sein.

"Schöner als vor dem Brand"

„Wir können sicherlich sagen, dass es schöner geworden ist als vor dem Brand. Die Leute werden sich bei uns wohlfühlen“, sagt Peter Heins, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins. Vor allem das Fritz-Linde-Zimmer erstrahlt in komplett neuem Glanz. Holzboden, Deckenbalken und Bilder wurden restauriert, die Beleuchtung erneuert.

Hohe sechsstellige Schadenssumme

„In einem denkmalgeschützten Gebäude mit den verschiedensten Fachfirmen zusammenzuarbeiten war auch für uns ein besonderes Projekt“, sagt Gerald Lenz, Agenturleiter der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen, die die Renovierung des historischen Baus gemeinsam mit der Provinzial als zuständigem Versicherer begleitete. Insgesamt sei es darum gegangen, eine hohe sechsstellige Schadenssumme zu regulieren, verrät Lenz.

Versicherung gerade rechtzeitig abgeschlossen

Glück hatte dabei vor allem der Heimatverein, der für sein Museum erst kurz vor dem heftigen Brand eine Inventarversicherung abgeschlossen hatte. Insgesamt sei die Zusammenarbeit zwischen allen Parteien hervorragend gewesen, resümiert Lenz.

QR-Code für Smartphones

Am Mittwoch installierten Handwerker noch einen Schildermast mit einem sogenannten QR-Code vor dem Alten Amtshaus. Diesen können Interessierte mit ihrem Smartphone abfotografieren und bekommen über die Internetseite des Verbandes „WasserEisenLand“ direkt viele Informationen zum Alten Amtshaus sowie zum Bakelitmuseum auf ihrem Smartphone-Display angezeigt. J wm

„Alle Rückmeldungen seitens der Stadt waren positiv. Provinzial, Sparkasse und die Stadt Kierspe haben gemeinsam alles dafür getan, das alte Amtshaus wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, so Lenz. „Auch wir sind der Stadt sehr dankbar, dass es die Verantwortlichen nach dem Brand überhaupt in Angriff genommen haben, das Alte Amtshaus zu renovieren“, sagt Heins.

Hoffnung auf ein volles Haus

Für die Wiedereröffnung hoffen Heins und die Heimatvereins-Vorsitzende Silvia Baukloh direkt auf ein volles Haus. „Wir haben viele Einladungen verschickt und eine große Resonanz bekommen. Jetzt sind wir auf das Wochenende gespannt“, sagt Baukloh.

Arbeitsintensive Zeit endet

Für ihren Kollegen Peter Heins geht mit der Feierstunde am Samstag eine sehr arbeitsintensive Zeit zu Ende: „Ich habe von dem Brand damals zufällig über das Radio erfahren und bin sofort zum Alten Amtshaus gekommen. Zunächst habe ich in dem ganzen Qualm auch unser gesamtes Werk aufgehen sehen. Aber in den Monaten nach den Brand sind wir an unseren Aufgaben gewachsen – und jetzt kann sich das Ergebnis sicherlich sehenlassen.“ - wm

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