Ampelanlage und Schranken für Bahnübergänge in Kierspe

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Die Sicherung des Bahnübergangs Sankel beinhaltet auch, dass auf der B 54 eine Ampelanlage installiert wird. Diese stoppt den gesamten Verkehr, wenn der Übergang gesperrt ist.

Kierspe - „Eigentlich sollten sie schon längst angefangen haben“, wundert sich Rainer Schürmann, Leiter des Sachgebiets Bauverwaltung und Planung, dass mit dem Einbau der erforderlichen Sicherheitstechnik an den Bahnübergängen auf Kiersper Stadtgebiet noch nicht begonnen worden ist. Schließlich soll ab Dezember dieses Jahres der Personenverkehr auf der Schiene zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid-Brügge rollen.

Dafür müssen die Übergänge mit Schranken versehen, Ampeln installiert und teilweise mit Aufstellspruren – wo erforderlich – versehen worden sein. Auf dem Kiersper Stadtgebiet gibt es insgesamt fünf Bahnübergänge in Rhade, Herlinghausen, Sankel sowie zwei im Bereich Windfuhr.

Ein neuralgischer Punkt ist dabei das Queren der Eisenbahnstrecke in Sankel, weil direkt danach eine einspurige Brücke folgt. Das bedeutet, dass dort nicht nur Schranken installiert, sondern auf der Bundesstraße 54 auch eine Ampelanlage installiert werden muss, die den gesamten Verkehr stoppt, wenn der Bahnübergang durch Zugverkehr gesperrt ist.

Wie Schürmann darüber hinaus erklärt, müssten an den Übergängen in Rhade sowie in Herlinghausen sogenannte Aufstellspuren eingerichtet werden, damit genügend Platz auch für größere Fahrzeuge vorhanden ist und niemand mit dem Fahrzeugheck noch auf dem Gleis stehen müsse. Die Kosten für die Aufrüstung tragen zu je einem Drittel der Bund, die Deutsche Bahn und die Stadt; wobei der Stadt die Kosten zu 70 Prozent gefördert werden.

Rainer Schürmann geht davon aus, dass mit der Herrichtung der Bahnübergänge in Kürze begonnen wird – damit der Reaktivierung der Bahnstrecke Ende des Jahres nichts im Wege steht. Doch wenn die Personenzüge dann wieder von Meinerzhagen in Richtung Brügge und umgekehrt fahren, werden sie nicht in Kierspe halten.

Dort ist das Planfeststellungsverfahren noch nicht soweit, dass ein zweites (Ausweich-) Gleis und der Bahnsteig einschließlich Verbindung zur anderen Seite des Gleises gebaut werden können. Hinzu kommt, dass noch Gespräche mit einem Anwohner hinsichtlich der Lärmbelästigungen weitergeführt werden müssen. Erst, wenn das alles geklärt und gebaut worden ist, wird man in Kiersper wieder in einen Zug nach Köln und nach Hagen einsteigen können.

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