Keine hohe Schallschutzwand

+
Der Bahnübergang in Bollwerk ist mit Rotlicht und Schranke gesichert, sodass die RB 25 ihr Tempo nicht auf 20 Stundenkilometer reduzieren muss. Dies ist an anderen Übergängen wie Sankel und Herlinghauser Weg nicht der Fall.

Kierspe - Der Bahnübergang am Herlinghauser Weg erhält möglicherweise keine Halbschranke, hat ein Pressesprecher der Deutschen Bahn seine Ende Januar gemachten Angaben (MZ berichtete) korrigiert. Nach den Verkehrszahlen („schwacher bis mäßiger Verkehr“), die zum Zeitpunkt der Planung vorgelegen hätten, seien keine Schranken erforderlich.

Die aktuelle Planung der Bahn sehe vor, eine „Lichtzeichenanlage mit Gelb-Rotlicht“ an allen drei Zufahrten zum Bahnübergang rechts und links zusammen mit dem Andreaskreuz aufzustellen.

Ersuchen auf eine Halbschranke

Allerdings würde seit September des vergangenen Jahres, darauf weist der Bahnpressesprecher hin, ein Ersuchen der Stadt Kierspe vorliegen, am Herlinghauser Weg aufgrund des erhöhten Verkehrs- und Fußgängeraufkommen doch eine Halbschranke zu installieren. Dies werde derzeit von der DB Netz durch eine Machbarkeitsstudie geprüft.

In diesem Zusammenhang macht der Pressesprecher ebenfalls deutlich, dass nicht die DB Netz AG der Vorhabenträger für die Maßnahmen an der Volmetalbahn ist, sondern die DB Station & Service, die wiederum die DB Netz mit der Vollmacht ausgestattet hat, die erforderlichen Anträge (beim Eisenbahnbundesamt) zu stellen und die Maßnahmen durchzuführen.

Keine Halbschranke am Übergang Sankel

Dies trifft daher auch auf die Sicherungsmaßnahmen am Bahnübergang Sankel zu. Auch dort soll keine Halbschranke errichtet werden, wie der Bahnsprecher weiter erklärt. Dort werde es, neben dem Andreaskreuz, ebenfalls eine Lichtzeichenanlage – jedoch mit einer vorgeschalteten Ampelanlage (mit Gelb-Rotlicht) auf der Bundesstraße 54 geben und dies aus beiden Richtungen. Damit soll der „bahnparallele Verkehr rechtzeitig vor dem Passieren eines Zuges“ angehalten werden. Dann könnten Verkehrsteilnehmer aus Richtung Sankel den Bahnübergang „zügig räumen“ und auf die B 54 einbiegen.

Einwand: Stadtbild beeinträchtigt

Schließlich musste der Pressesprecher der Bahn auch beim Thema „Schallschutz“ seine zuerst gemachten Angaben korrigieren. Es habe einen Einwand von der Stadt Kierspe gegeben: Sie lehnt hohe Schallschutzwände ab, weil dadurch das Stadtbild beeinträchtigt würde.

Aus diesem Grund sei beim Antrag für das Planfeststellungsverfahren, so der Pressesprecher der Bahn, doch eine niedrigere Bauart für den Schallschutz gewählt worden. Diese kleinen Wände seien insgesamt einen Meter hoch, reichten daher 74 Zentimeter über die Oberkante der Schienen und würden die Räder des Zuges abdecken.

Abschließend wird noch einmal darauf hingewiesen, dass der Zeitplan für die Maßnahmen an den Bahnübergängen und am Bahnhof in Kierspe nur Prognosen seien. Denn die Plangenehmigungs- (Bahnübergänge) und Planfeststellungsverfahren (Bahnhof) würden in der Hand des Eisenbahnbundesamtes (EBA) liegen.

Das Eisenbahnbundesamt entscheidet letztlich auch darüber, ob die vorgeschlagenen Maßnahmen für die Bahnübergänge im Volmetal und für den Schallschutz in Kierspe ausreichen oder noch einmal nachgebessert werden müssen. „Selbstverständlich würden wir begrüßen, wenn die Verfahren eher abgeschlossen wären“, betont der Bahnpressesprecher abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare