Gelockerte Kleidervorschriften

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In der Volksbank lässt sich die Hitze auch mit Krawatte und langärmeligen Blusen beziehungsweisen Hemden ertragen, denn es gibt eine Klimaanlage. Dies zeigen die Azubis Zilan Yanuz und Leon Weiler.

Kierspe - Während die Thermometer auch in Kierspe in den vergangenen Tagen auf Spitzenwerte gestiegen sind und die Menschen nach Abkühlung und Schatten suchen, gibt es andere, die arbeiten müssen und dabei auf ihre Kleidung zu achten haben.

Solche Kleidervorschriften oder Dresscodes gibt es insbesondere in Banken – nicht so in der Stadtverwaltung, wie Dorette Vormann-Berg gegenüber der Meinerzhagener Zeitung erklärt. Natürlich müssten die Mitarbeiter im Kiersper Rathaus auf ein angemessenes Äußeres achten. Vorschriften, wie zum Beispiel das Tragen einer Krawatte, gibt es aber nicht.

„Unsere Mitarbeiter wahren die Etikette“, lobt Vormann-Berg die Verwaltungsangestellten. Denn Vorfälle, dass jemand unangemessen gekleidet zur Arbeit erschienen sei, habe es bislang nicht gegeben. „Unsere Herren tragen lang“, sagt die Leiterin des Sachgebiets Zentrale Verwaltung und meint damit, dass noch niemand von den Männern in kurzer Hose zum Dienst gekommen sei. Die Frauen hätten es zwar etwas leichter, könnten auch Röcke oder Kleider ausweichen, „doch in Strandkleidern würden sie auch nicht kommen“.

In der Sparkasse kann Vermögensberater Manuel Jhuj den Schlips abnehmen.

Bei der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen gibt es zwar einen Dresscode, doch dieser sei schon vor Wochen – bei der ersten großen Hitzewelle – gelockert worden, wie Manuela Keiderling, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, erklärt. Diese war den Mitarbeitern per E-Mail mitgeteilt worden. „Aber das spricht sich auch so sehr schnell herum“, fügt Keiderling mit einem Lachen hinzu.

Auch wenn es in der Sparkasse keine Klimaanlage gibt, so erhalten die Bänker, die ohne Krawatte und Jacke ihren Dienst verrichten können, doch Wasser und auch schon mal ein Eis zum Abkühlen. Ein wenig anders sieht dies bei der Volksbank Kierspe aus: Dort haben die Chefs noch keine Freigabe für das Weglassen der Krawatten gegeben.

Dies sei aber auch nicht notwendig, meint Markus Born, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, weil es eine Klimaanlage gibt. Doch die hätte fast nicht für angenehme Temperaturen in der Bank gesorgt, denn nach einer Stromkreisumstellung, berichtet der Volksbanksprecher, sei die Klimaanlage, die mit Starkstrom betrieben wird, „falsch herum gelaufen“, befördert also warme Luft in die Räume. Das sei natürlich bemerkt worden: Nachdem der Stand der Kühlflüssigkeit überprüft worden war und nicht aufgefüllt werden musste, wurde rechtzeitig mit dem Beginn der ersten Hitzewelle die Anlage wieder richtig ans Stromnetz angeschlossen.

Sie liefert nun ein angenehmes Raumklima, sodass man „mit kühlem Kopf seine Bankgeschäfte erledigen kann“, fügt Born mit einem Lachen hinzu. Dass die Volksbänker – und auch ihre Kunden – nicht so ins Schwitzen kommen, dafür sorgen zusätzliche Ventilatoren. Außerdem, so erläutert Markus Born weiter, sei die Kleiderordnung im heimischen Geldinstitut nicht ganz so streng wie beispielsweise in anderen Banken. Sandalen und ähnliches sind zwar nicht erlaubt und auch der Schlips muss getragen werden, doch es sind kurzärmelige Hemden (ohne Jacke) erlaubt.

„Es muss halt sportlich-elegant sein.“ Zu luftig und zu kurz darf die Kleidung nicht sein. Und an besonders heißen Tagen zeigen sich die Chefs der Volksbank ebenso spendabel wie die der Sparkasse: Mittags konnten sich die Bänker ebenfalls mit Speiseeis abkühlen.

Kleiderordnung

Der Begriff Kleiderordnung oder (englisch) Dresscode bezeichnet Regeln und Vorschriften zur gewünschten Kleidung im privaten, gesellschaftlichen, kulturellen und geschäftlichen Umfeld. Insbesondere bei Sparkassen und Banken wird von den Mitarbeitern erwartet, dass sie ihren Dienst im sogenannten Business-Look verrichten, also Anzug, Hemd, Krawatte, Hosenanzug, Business-Kleid oder -Rock und entsprechende Schuhe tragen.

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