Backhaus zieht eigenen Nachwuchs heran

Backhaus zieht seinen eigenen Nachwuchs heran und hat gerade erst wieder vier neue Auszubildende eingestellt. Vom Unternehmen informierten Anke Klingelhöfer, Silke Klippert und Mikayil Erbasi über den Hintergrund und stellten die Jugendlichen vor: Foto: Haase

KIERSPE - Die Firma Kunststofftechnik Backhaus, die im vorigen Jahr von Manfred Gante als bisherigem Geschäftsführer aus dem Konzern herausgelöst und übernommen wurde und damit nun wieder ein Familienunternehmen ist, setzt auf die Ausbildung der eigenen Fachkräfte.

Von Rolf Haase

Insgesamt werden derzeit neun Lehrlinge beschäftigt, fünf davon wurden schon 2012 eingestellt und vier jetzt zum 1. September.

In den Jahren zuvor hatte es in der Gruppe für das Kiersper Werk noch einen Einstellungsstopp gegeben. Heute ist die Unternehmensplanung maßgeblich für die Einstellung und Auswahl der Auszubildenden. Es wird immer genau schaut, wo Nachwuchs in den nächsten Jahren benötigt wird. Im kommenden Jahr werden mindestens noch zwei weitere Jugendliche eingestellt, kündigt Mikayil Erbasi als technischer Ausbildungsleiter an.

Zusammen mit seiner Kollegin, der kaufmännischen Ausbildungsleiterin Silke Klippert, die außerdem Personalreferentin ist, sowie der kaufmännischen Leiterin Anke Klingelhöfer ergänzt er noch, dass die jungen Menschen, die im Betrieb ausgebildet werden, obendrein natürlich eine engere Bindung zum Unternehmen aufbauen und sich gleich besser auskennen als ein von außen eingestellter Mitarbeiter.

Kooperiert wird von Kunststofftechnik Backhaus im Bereich Ausbildung nicht nur mit den Schulen, besonders der Gesamtschule, von denen regelmäßig Praktikanten genommen werden, sondern außerdem neuerdings auch mit Jugendzentrum Kierspe. Der erste JZ-Besucher, der sich über eine Lehrstelle im Rahmen der neuen Zusammenarbeit freuen konnte, ist Mazlum Celik, der eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik macht. „Das war auch mein Berufswunsch“, informiert der 17-Jährige aus Kierspe, der bereits ein Praktikum als Verfahrensmechaniker absolviert hat, doch dabei habe sich, so Celik, gezeigt, dass er doch lieber etwas mehr in Bewegung ist.

Praktika werden im neunten und zehnten Schuljahr angeboten. Dabei durchlaufen die Jugendlichen alle Abteilungen, damit sie wirklich einen Überblick erhalten, wie die drei Backhaus-Mitarbeiter Klingelhöfer, Klippert und Erbasi aufmerksam machen. Während der Osterferien war Celik schon einmal durch die Vermittlung des Jugendzentrums bei Backhaus, so dass man sich etwas näher kennenlernen konnte, was für beide Seiten ein Vorteil ist.

Neu bei Backhaus als Auszubildende ist zudem die Kiersperin Alice Hecker, die Industriekauffrau werden will. Tests, die sie zuvor ablegte, hatten als Resultat, dass dieses Berufsbild ideal für sie ist. Zuvor hatte sie sich kurz auch mal für den Beruf der Feinwerksmechanikerin interessiert. „Aber ich bin froh, jetzt hier bei Backhaus gelandet zu sein“, so die 21-Jährige, die noch hervorhebt, dass das Unternehmen ihr als alleinerziehenden Mutter sehr entgegengekommen sei, damit sie ihr Kind morgens zum Kindergarten bringen und dort nachmittags auch wieder abholen kann.

Mohamad El-Hajj Hassan ist 16 Jahre alt und wird in der Kiersper Firma zum Mechatroniker ausgebildet. Er stammt aus Finnentrop und besucht zunächst den neunmonatigen Grundlehrgang an der Technischen Bildungsstelle der SIHK in Hagen im Bereich Metall- und Kunststoffverarbeitung. Nur deutlich größere Unternehmen haben heute noch eine eigene Ausbildungswerkstatt, weshalb auch Backhaus hier mit der SIHK zusammenarbeitet.

Der vierte neue Lehrling ist Albert Krasniqi aus Plettenberg. Der 18-Jährige wird zum Verfahrensmechaniker Kunststoff und Kautschuktechnik ausgebildet, was sein Berufswunsch war. Auch er hatte zuvor mehrere Praktika absolviert, um sich zu orientieren, unter anderem auch als Werkzeugmacher. Mir hat diese Ausbildung am besten gefallen“, berichtet Albert Krasniqi.

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